Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

20. August 2011

Papst fordert radikale Antwort

Kritik an Relativismus.

MADRID (dpa). Papst Benedikt XVI. hat Geistliche zu einer radikalen Antwort auf eine "Art Gottesfinsternis" in der heutigen Welt aufgerufen. "Angesichts des Relativismus und der Mittelmäßigkeit erhebt sich die Notwendigkeit dieser Radikalität", sagte Benedikt am Freitag vor jungen Ordensfrauen im Kloster von El Escorial nordwestlich von Madrid. Eine auf das Evangelium zurückgehende Radikalität bestehe darin, in Christus verwurzelt und fest im Glauben zu bleiben.

Bei dem Treffen im Rahmen des Weltjugendtags erklärte das Oberhaupt der katholischen Kirche den Ordensfrauen, ihr Leben in der Nachfolge des keuschen, armen und gehorsamen Christus sei eine "lebendige Auslegung des Wortes Gottes". Der Begegnung mit Christus komme dabei eine besondere Bedeutung zu, weil viele Menschen heute das Christentum ablehnten. Vor jungen Universitätsprofessoren nannte der Papst die Hochschule den idealen Ort, wo man jenseits von Ideologien "die eigentliche Wahrheit über den Menschen sucht".

Im Zentrum Madrids kam es in der Nacht zum Freitag erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Papstgegnern und der Polizei. Vier Menschen wurden verletzt. Die Zwischenfälle ereigneten sich, als 200 Menschen gegen das Vorgehen der Polizei bei einer Kundgebung am Vorabend demonstrieren wollten.

Werbung

Autor: dpa