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07. Februar 2012
Schuldenkrise
Sonderkonto für Athen
Vorstoß von Merkel und Sarkozy / Gemeinsam im TV.
PARIS (dpa/AFP/BZ). Deutschland und Frankreich haben den Druck auf Griechenland erhöht. Zur Tilgung der Schulden Athens brachten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ein Sonderkonto ins Spiel. Merkel verteidigte ihre Wahlkampfhilfe für Sarkozy.
Über das Sperrkonto, auf das die griechische Regierung keinen Zugriff hätte, sollten nach den Vorstellungen von Merkel und Sarkozy Zinszahlungen des von der Staatspleite bedrohten Landes abgewickelt werden. Damit hätten Investoren die Sicherheit, dass sie auch ihre Zinsen bekommen, erläuterten beide den Vorschlag am Montag nach dem Treffen des deutsch-französischen Ministerrats in Paris. Merkel und Sarkozy forderten weitere Einsparungen von Griechenland. "Die Zeit drängt", sagte die Kanzlerin.In Athen gab es am Montag noch immer keinen Durchbruch bei den Spar-Verhandlungen. Griechenland muss sich mit den Kontrolleuren der sogenannten Troika der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) auf zusätzliche Einsparungen einigen. Nur dann sollen weitere Hilfsgelder ausgezahlt werden. Griechenlands Minister für Reformen, Dimitris Reppas, kündigte an, in 2012 sollten 15 000 und bis 2015 insgesamt 150 000 Staatsbedienstete entlassen werden.
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Merkel verteidigte ihre Wahlkampfhilfe für Sarkozy. Beim ersten gemeinsamen TV-Interview sagte sie am Montag: "Er hat mich schon unterstützt und es ist natürlich, dass ich ihn im Wahlkampf unterstützen würde." Zuvor hatte Merkel bei der Pressekonferenz gesagt: "Ich unterstütze Nicolas Sarkozy in jeder Fasson, weil wir zu befreundeten Parteien gehören." Vizeregierungssprecher Georg Streiter sagte in Berlin, es gehe um ein persönliches Engagement der CDU-Vorsitzenden Merkel. Zu einem möglichen Treffen im Kanzleramt mit dem sozialistischen Herausforderer von Sarkozy, François Hollande, sagte Merkel in dem Fernsehinterview, dies sei noch nicht entschieden. Hollande sagte am Montag, es spreche Bände, dass Sarkozy die Unterstützung von Merkel brauche.
Autor: dpa
