Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

01. Februar 2012

"In herzlicher Schweigsamkeit"

Tinguely-Museum Basel zeigt Vera Islers Künstler-Porträts.

Viel zeigen mit wenig Show: Die radikal nüchternen Porträts großer Künstler der Schweizer Fotografin Vera Isler sind persönliche und lebendige Momentaufnahmen. Unter dem Titel "Face to Face II" sind von heute, Mittwoch, bis 6. Mai 54 davon im Tinguely-Mueseum in Basel zu sehen. Fast lebensgroß schauen Rebecca Horn, Eva Aeppli, Gilbert & George oder Chuck Close die Museumsbesucher an – in schwarzweiß durch Islers Linse, ohne Kunstlicht im Atelier oder bei Ausstellungen aufgenommen. In "herzlicher Schweigsamkeit" seien die Fotos ohne Blitz und Assistenten entstanden, lässt sich Isler zitieren. Die Fotografin selber bietet eine Führung und eine Lesung an.

Islers Fotoausstellung im Tinguely-Museum – auch "Jeannot" ist im Bild – ist in Zusammenarbeit mit dem Museum der Moderne Salzburg entstanden. Fotografie steht seit 1980 im Zentrum ihres Schaffens; 1992 hatte sie erstmals Porträts unter dem Titel "Face to Face" publiziert. Daraus machen die beiden Museen nun auch ein Buch. Isler – ausgebildete medizinisch-technische Laborantin – hatte früher auch mit plastischen Techniken gearbeitet, etwa Arrangements mit Verpackungsabfall. 1931 in Berlin geboren, war Vera Isler als Fünfjährige ohne Eltern in die Schweiz gekommen und im Appenzell aufgewachsen. Heute lebt sie in Bottmingen (Baselland), Nizza und New York. Die Ausstellung in Basel dauert bis am 6. Mai.

Werbung

Autor: sda