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30. März 2012 17:40 Uhr

Rekordpreise

Bundesrat fordert Benzinpreis-Bremse

Was tun gegen die Rekordpreise an der Tankstelle? Der Bundesrat fordert eine Benzinpreisbremse. Die Bundesregierung soll verschiedene Modelle prüfen, um die Autofahrer zu entlasten.

Der Bundesrat fordert angesichts des enorm teuren Kraftstoffs eine Benzinpreisbremse. Die Bundesregierung soll verschiedene Modelle prüfen, um mehrmalige Preiserhöhungen am Tag zu unterbinden. Als eine Option wird das in Westaustralien praktizierte Modell genannt, mit dem am Vortrag der Preis für den nächsten Tag bekanntgemacht werden muss. Auch das sogenannte Österreich-Modell soll geprüft werden.

Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU) hatte zuvor in der Länderkammer um Zustimmung für die Benzinpreisbremse geworben – auch für das Österreich-Modell. Demnach dürften Tankstellen wie in Österreich nur noch einmal am Tag zu einer bestimmten Uhrzeit die Preise erhöhen. "Die Kunden würden hiervon durch eine verlässliche Preisobergrenze profitieren", sagte Carius. Man brauche mehr Transparenz im Mineralölbereich. "Noch nie war Tanken in Deutschland so teuer." Und noch nie sei die Preisgestaltung so intransparent gewesen. "Diese Jojo-Preise mit Sprüngen von zehn Cent und mehr an einem Tag folgen keiner nachvollziehbaren Logik, sagte Carius und betonte: "Damit wird Mobilität zum Luxus".

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Erhöhung der Pendlerpauschale?

Der Parlamentarische Wirtschaftsstaatssekretär Hans-Joachim Otto (FDP) betonte, die Regierung habe mit dem Verbot der Preis-Kosten-Schere einen ersten wichtigen Schritt getan. Demnach dürfen die großen Mineralölunternehmen freien Tankstellen Kraftstoffe nicht zu höheren Kosten verkaufen als sie ihn an ihre Tankstellen abgeben. Es gelte, den Wettbewerb weiter zu stärken. Reiner Aktionismus helfe nicht weiter. Die Bundesregierung sehe das westaustralische und österreichische Modell skeptisch, das den mehrmals pro Tag erfolgenden Preiserhöhungen einen Riegel vorschiebt, betonte Otto. Die Bundesregierung setze auf wirksamen Wettbewerb statt auf stärkere staatliche Regulierung.

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) machte sich unterdessen wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen für eine Erhöhung der Pendlerpauschale stark. "Ich kann mir eine maßvolle Erhöhung der Pendlerpauschale vorstellen", sagte er mit Blick auf die Rekordpreise an den Tankstellen. Durch die hohen Preise gebe es wegen höherer Steuerereinnahmen entsprechenden Spielraum. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte einer Erhöhung der Pauschale von derzeit 30 Cent pro Kilometer zuvor eine Absage erteilt.

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Autor: dpa


3 Kommentare

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

30. März 2012 - 19:03 Uhr

Na logisch ist die skeptisch...immerhin verdient sie ja höllisch gut am teuren Sprit. Evtl. sollte man dazu übergehen, dass Politiker ihren Sprit künftig aus eigener Tasche bezahlen sollten?

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

30. März 2012 - 20:53 Uhr

"Die Bundesregierung setze auf wirksamen Wettbewerb statt auf stärkere staatliche Regulierung."

Wie soll das funktionieren in einem Oligopolmarkt????

Eine Erhöhung der Pendlerpauschale scheint mir da der richtigere Weg. 0,30 € / km wurden vor Jahren kalkuliert, als der Sprit noch die Hälfte gekostet hat. Aber der Vorschlag kommt von der FDP, das wird wohl nix...

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Paul Boltz

Registriert seit: 11.05.2010

Kommentare: 105

31. März 2012 - 00:31 Uhr

dieses Wochenende gehen ja die Osterferien los und damit die erste Reisewelle. Habe heute abend gehört, wie lange schon wieder die Wartezeiten vor dem Gotthard-Tunnel sind und war heute mal kurz auf der A5. Irgendwie scheint der Sprit noch nicht zu teuer zu sein.

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