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13. Juli 2010
140 radelten – nicht ganz ohne Pannen
Bei den Schwarzwaldstrecken des Balinea Radmarathons war die Hitze noch erträglich / Veranstalter sind zufrieden .
BAD BELLINGEN. Knapp 140 Radsportler haben am Wochenende am Balinea-Radmarathon teilgenommen, 17 von ihnen waren Frauen. Damit lag man bei der Teilnehmerzahl etwas über dem Vorjahresniveau. Sportler und der RV Bamlach als Veranstalter waren sehr zufrieden mit dem Verlauf: "Das Wetter war zwar sehr heiß, aber trocken, es gab keine Unfälle", sagte der RV-Vorsitzende Gerhard Hugenschmidt. Kleinere Pannen bleiben bei einem solchen Ereignis allerdings nicht aus.
So haben nicht alle Radler die Strapaze gänzlich unbeschadet überstanden: "Für einen von der Hitze völlig geschafften Radsportler aus Irland haben wir vorsichtshalber das Rote Kreuz gerufen", berichtete Hugenschmidt. Pech hatte auch der am Radmarathon über 155 Kilometer teilnehmende Behindertensportler Frank Graf aus Freiburg mit seinem Handbike: Er hatte nicht nur einen, sondern gleich zwei Platten – aber nur ein Ersatzrad dabei. So musste er von seiner Frau im Hochschwarzwald abgeholt werden.Und auch die Organisatoren selbst blieben nicht ganz verschont: Die Helfer des RV Bamlach hatten einen Tag vor dem Rennen noch eine "Spontan-Umbeschilderung" der Tourstrecke vorzunehmen. "Vom Landratsamt muss man die Strecken genehmigen lassen, diese Genehmigung hatten wir auch", sagt Hugenschmidt. Was die Streckenhelfer aber dann bei Todtnau sahen, war, dass die ursprünglich vorgesehene Route neu geteert wurde. "Also mussten wir neue Schilder machen und die Abfahrt über den Storen organisieren – und diese Abfahrt ist wirklich gefährlich", erzählte ein Helfer. Mit einem Hinweis auf "eine besonders gefährliche Anfahrt" wurden die Radsportler vorgewarnt.
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Der schnellste Fahrer auf der 240-Kilometer-Strecke war Uli Hartmann, ebenfalls aus Freiburg. Er war um 6 Uhr morgens gestartet und kam bereits um 14 Uhr wieder in den Thermen an. Damit fuhr er einen hervorragenden Schnitt von 28.7 Kilometer pro Stunde. 16 Teilnehmer gingen auf diese längste Streckendistanz. 36 wagten sich an die 155 Kilometer, hier war Martin Zwercher für den RSV Haltingen aus Lörrach der Schnellste. Er benötigte sieben Stunden für die Strecke. 43 Fahrer waren auf der 110-Kilometer-Strecke unterwegs, 31 auf der 75-Kilometer-Runde.
Wegen der Hitze nahmen nur sehr wenige Fahrer am sogenannten Jedermann- Rennen oder Volksradfahren teil, so die Bilanz von Hugendschmidt und Norbert Lambrecht. Nur sieben Radler hätten die leichte 35-Kilometer-Strecke über Binzen und Egringen befahren.
Die beiden größten Gruppen des Balinea-Radmarathons erhielten um 17 Uhr Steaks, Würstchen und Wein für eine Grillparty. Radfahrer aus Dornach/Schweiz waren im "Neuner-Pack" angetreten. Sie landeten hinter den Radlern des RSV Haltingen, die mit zehn Sportlern vor Ort waren, auf Platz zwei. "Die Temperaturen im Schwarzwald waren mit etwas über 25 Grad noch erträglich, heiß wurde es in der Ebene", meinte einer der Radsportler aus Haltingen. Für das kommende Jahr wünschte sich die Gruppe endlich mal "ganz normales Radfahrwetter für den Radmarathon".
Autor: Jutta Schütz
