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20. Januar 2012
Bad Bellingen sieht sich in der Erfolgsspur
Gästeankünfte und Übernachtungszahl nehmen 2011 deutlich zu / Reha-Kliniken müssen auf leichte Rückgänge verweisen.
BAD BELLINGEN. Der Kurort Bad Bellingen hat in touristischer Hinsicht ein gutes Jahr 2011 hinter sich. Was bei der Vermieterversammlung Anfang Dezember bereits anklang, bestätigen nun vorläufige Zahlen, welche die Bade- und Kurverwaltung für 2011 vorgelegt hat.
Demzufolge registrierte die Bade- und Kurverwaltung 2011 insgesamt 65 000 Gästeankünfte und damit eine Steigerung um stolze 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die für Beherbergungsbetriebe entscheidende Zahl der Übernachtungen legte deutlich zu. Sie stieg um immerhin sieben Prozent auf 279 000 im Vergleich zum Vorjahr. "Mit weiteren, von der Statistik nicht erfassten Übernachtungen liegen die Übernachtungszahlen sogar bei rund 300 000", heißt es ergänzend im Jahresrückblick. Die deutlichen Steigerungen liegen laut Kurdirektorin Rebecca Paul nicht etwa daran, dass das Vorjahr ein besonders schlechtes gewesen wäre und man diese Steigerungen nun relativieren müsste. Paul: "Es war einfach ein super Jahr."
Weiter führt die Bade- und Kurverwaltung aus, dass sich auch in den Balinea Thermen die Besucherzahlen überdurchschnittlich erhöht haben. Demnach stieg die Zahl der Eintritt zahlenden Besucher von rund 317 000 in 2010 um satte 5,3 Prozent auf 334 000 im Jahr 2011.
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Da passt es für den Kurort gut ins Bild, dass auch die Sonne ihren Beitrag zum überaus erfolgreichen Jahr 2011 leistete, hält doch die Bade- und Kurverwaltung fest, dass die Sonne 2375 Stunden lang über Bad Bellingen schien. Mit diesem Wert landete der Kurort auf dem zweiten Platz im deutschlandweiten Ranking der Meteomedia GmbH, heißt es.
Ein wenig Wasser im Markgräfler Wein bedeuten allerdings die Zahlen, welche von der Gemeindeverwaltung zu erfahren waren: Denn die Ankünfte und Übernachtungen in den Kliniken gingen demnach 2011 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Allerdings sind diese Zahlen, weil nur solche von zweien der drei Reha-Kliniken im Ort vorliegen, nicht vollständig, geben aber doch einen Eindruck wieder. Demnach wurden in den zwei Kliniken – welche das sind, war von der Gemeindeverwaltung nicht zu erfahren – 2011 insgesamt 50 500 Übernachtungen gezählt. In denselben zwei Kliniken waren es im Jahr zuvor noch 53 000 Übernachtungen. Und in diesen beiden betreffenden Kliniken wurden im vorigen Jahr 2979 Ankünfte registriert. Im Jahr zuvor waren es mit 2984 nur fünf mehr. So lässt sich festhalten, dass 2011, zumindest in den betreffenden beiden Kliniken, fast gleich viele Patienten ankamen, aber kürzere Zeit blieben.
Bei der Kurtaxe macht sich hingegen wieder eine positive Entwicklung bemerkbar. Nahm die Gemeinde hier im Jahr 2010 noch 466 000 Euro ein, so waren es im vergangenen Jahr bereits 496 000 Euro, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Laut Verwaltung stellen die Einnahmen aus der Kurverwaltung einen ganz erheblichen Posten im örtlichen Haushalt dar.
Die Bade- und Kurverwaltung ergänzt ihren Jahresrückblick mit einer ganzen Reihe von touristischen Angeboten, die im vergangenen Jahr neu eingeführt beziehungsweise ihrer Auskunft nach erfolgreich weitergeführt wurden. So wurde das, wie es heißt, auf vielfachen Wunsch der Badegäste vorangetriebene Projekt nativer Pool (naturbelassenes Wasser) in den Balinea Thermen im März 2011 eröffnet. Eine weitere Neuheit, die während der warmen Jahreszeit erfolgreich lief, war 2011 die Einführung von 30 E-Bikes, die von der Bade- und Kurverwaltung geleast sind und von Sigrud Jaks, dem Besitzer des Schwarzwälder Hofs, betrieben werden.
Die VIP-Karte mit einer Reihe von Vergünstigungen von Gästen der teilnehmenden Häuser wie wochentags kostenloser Eintritt in die Thermen und eine dreistündige Freifahrt mit einem E-Bike wurde im April neu eingeführt. Die Nachfrage ist groß, heißt es im Rückblick. Demzufolge wurden die Leistungen für 2012 bereits erweitert (ein freier Eintritt in die Balinea-Totes-Meer-Salzgrotte). Neben allerhand weiteren Angeboten wird auch die Markgräfler Rotweinnacht vom Oktober erwähnt. Dazu, so die Bade- und Kurverwaltung, fand sich ein jüngeres Publikum als in den Vorjahren ein, das großes Interesse am Thema Rotwein zeigte.
Auch im Café im Park (Kurhauscafé) tut sich was. Bekanntlich wird das vom neuen Pächterpaar Marcus Ciesiolka und Monique Bunsperger betriebene Café komplett modernisiert. Die Arbeiten sollen Mitte Februar beendet sein. Laut Kurdirektorin Paul liegen sie im Zeitplan.
Autor: Michael Behrendt
