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27. Mai 2010
CDU: Rheintalbahn ist Top-Thema der Landesgruppe
CDU-Delegation auf Informationstour entlang der Rheintalbahn / Brennpunkte Buggingen und Bad Bellingen besucht.
BUGGINGEN / BAD BELLINGEN (umi/kam). Brennpunkte beim Ausbau der Rheintaltrasse sind Buggingen und Bad Bellingen. Gestern kamen Politiker vor Ort ins Gespräch mit einer CDU-Delegation aus Landes- und Bundespolitikern, darunter Steffen Bilger, Mitglied im Verkehrsausschuss. Thomas Strobl, Vorsitzender der Landesgruppe im Bundestag, sagte: "Es gibt Grund zur Zuversicht."
Buggingens Bürgermeister Johannes Ackermann und Gerhard Kaiser, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative MUT, stellten am Bahnhof Buggingen die vom Regierungspräsidium unterstützte Bürgertrasse vor, die Eschbach, Heitersheim, Seefelden und Buggingen umfährt. Die Bahn hingegen plant im Bugginger Bahnhof sechs Gleise und neun Weichen. Die diesbezüglichen Gutachten der Bahn monierte der Heitersheimer Bürgermeister Jürgen Ehret, da sie von "bahnfreundlichen" Büros erstellt worden seien. Das bekräftige der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster: "Jede Gemeinde hat mit teuren Gegengutachten bewiesen, dass die Bahn falsch plant." Das gelte auch für die von der Bahn errechneten Mehrkosten von 200 Millionen Euro.
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Die Rheintalbahn sei das Topthema der Landesgruppe, betonte Strobl. Ein Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister s ei auf den 14. Juni datiert. Er gehe davon aus, so Strobl, "dass man etwas erreichen werde". Wichtig sei, dass die Region mit dem Regierungspräsidium einen wichtigen Verbündeten habe, an dem nur schwer vorbei zu kommen sei. Wichtig sei auch, dass das Landratsamt, die Gemeinden, der Bauernverband und die Wirtschaftsunternehmen an einem Strang zögen, wie Strobl mahnte. "Genau das ist die große Stärke von Buggingen", versicherte Armin Schuster.
Regierungspräsident Julian Würtenberger habe in einer Stellungnahme der Behörde erklärt, dass jede Trasse, die Buggingen umfahre, vorzugswürdig sei. Das sei entscheidender als die Mehrkosten, meinte Landrätin Störr-Ritter. Die Bahn werde nach der Fertigstellung der Rheintalstrecke sehr viel Geld verdienen. Daher müsse man auch eine menschen- und umweltfreundliche Trasse erwarten können, befand Thomas Strobl.
Die Delegation machte sich dann auf den Weg nach Bad Bellingen. Das Thema dort sollte "Kurort an der Trasse" sein. So führten die Bürgermeisterstellvertreterinnen Doris Heitz und Monika Morath die Gruppe in die Andlawstraße. "Ein neuralgischer Punkt", so Heitz. Denn dort gibt es viele Beherbergungsbetriebe, die vom Lärm der nahen Bahn trotz Lärmschutzwand intensiv betroffen seien. Wie sehr, davon konnten sich die CDU-Politiker selbst überzeugen. Gute Voraussetzungen also, um die Bad Bellinger Hauptforderungen anzubringen: Dass möglichst viele Güterzüge durch den neuen Katzenbergtunnel fahren sollen, nachts am besten alle. Ihr Eindruck nach dem Treffen? "Sehr positiv", meinte Heitz. Strobl werde sicher versuchen, Druck zu machen.
Autor: umi,kam
