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24. August 2009
Grasbahnrennen Hertingen: Viel Lob für die Veranstalter
In Hertingen gab es beim Grasbahnrennen an zwei Tagen packende Rennen zu sehen.
HERTINGEN. Das traditionelle UGT-Grasbahnrennen in Hertingen hat an zwei Rennabenden hintereinander bis zu 3000 Zuschauer angelockt: Beim EM-Halbfinale am Freitag war das Stadion auf der Hertinger Mühlenmatt trotz unsicherer Wetterlage gut gefüllt, ebenso am Samstag, als die Wettbewerbe im Gespannfahren, den Solo, Enduro-, Schüler und Quadklassen unter Traumbedingungen abgehalten wurden. Während sich die internationale Elite packende Rennen lieferte, fuhren in den anderen Klassen auch Lokalmatadore in die Spitzenränge.
Der MSC Rebland als Veranstalter erntete wieder viel Lob für die gut organisierte Infrastruktur rund um das Doppelrennen. Aber auch das sportliche Renngeschehen, das vom Ausrichten der Flutlichtscheinwerfer bis zur internationalen Punktewertung strengen Richtlinien unterliegt, war wieder bis aufs I-Tüpfelchen geregelt.Beide Rennabende verliefen nicht ohne Stürze. Vor allem am Start und vor der ersten Kurve krachte es häufig. Rennarzt und Bereitschaftsdienst des DRK hatten vor allem am Samstag alle Hände voll zu tun. Trotz einiger spektakulärer Karambolagen kamen die meisten Fahrer ohne Krankenhauseinweisung davon und verließen die Arena unter dem Applaus des Publikums. Außer dem DRK waren auch der Polizeiposten Weil am Rhein sowie die Feuerwehren von Hertingen, Bad Bellingen, Efringen-Kirchen und Schliengen im Einsatz.
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Das EM-Halbfinale am Freitag stand unter Leitung von Ralf Willin vom MSC. Gegen Mitternacht konnte Stephan Katt vor Enrico Janoschka, beide aus Deutschland, als Sieger gefeiert werden.
Gute Stimmung im Stadion kam immer dann auf, wenn Lokalmatadore mit an den Start gingen. Das war zum Beispiel bei Jörg Knodel aus Hertingen der Fall. Während seine Gattin Nicola Knodel als Zweite Vorsitzende des MSC Rebland gemeinsam mit Frank Fredrich die Gesamtleitung des viertägigen Rennfestes innehatte, kämpfte der Gespannfahrer mit seiner Beifahrerin Lydia Neuendorf um Punkte in der nationalen Klasse. Bei der Premiere vor heimischem Publikum erreichte das Duo unter dem Applaus der begeisterten Zuschauer sogar den dritten Platz. Auch in der Enduro-Klasse gab es lokale Beteiligung, nämlich Klaus Kaiser aus Weil am Rhein, Peter und Kai Amann aus Bad Bellingen, Stefan Baldermann aus Blansingen, Ralf Amann aus Kandern und Peter Kaufmann aus Binzen. Am Freitag ging der Sieg an Kaiser, am Samstag gelang Peter Amann mit einem Sieg die Revanche. Jörg Knodel vom MSC fuhr haarscharf am zweiten Bronze in zwei Tagen vorbei und wurde Vierter.
Premiere als Rennleiterin hatte am zweiten Tag Silke Großhans vom MSC. Sie brachte, unterstützt von Matthias Raupp, die Rennen souverän über die Bühne. An diesem Tag standen neben den Schülerläufen erstmals auch die Quad-Rennen im Mittelpunkt. Die Brummis auf vier Rädern waren eine Augenweide, aber nur die Rennen der höheren Klassen waren ansatzweise so spektakulär wie die Konkurrenz auf zwei Rädern. Die von den Stadionsprechern Andrea Gärtner und Georg Smolinski als "Matadoren mit dem Eisenschuh" bezeichneten Fahrer lieferten sich packende Kämpfe: Vor allem die internationalen Rennen der Seitenwagenklassen boten Spannung. Thomas Kunert und Markus Eibl, seit Jahren in Hertingen auf dem Podest, schafften es auf den ersten Platz. Der Versuch, mit mehr als 100 Stundenkilometern den Bahnrekord zu brechen, gelang indes nicht.
Autor: Markus Winzer
