Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
07. Februar 2012
Vorsicht Eisbildung!
Bauhof-Mitarbeiter haben mit Kontrollgängen derzeit einige Mehraufgaben zu bewältigen.
SCHLIENGEN/BAD BELLINGEN. Die derzeit herrschende Eiszeit ist für manche Berufsgruppen mit einigem Mehraufwand verbunden. Zum Beispiel müssen die Mitarbeiter kommunaler Bauhöfe viel mehr Kontrollgänge einlegen, um nach dem Rechten auf Straßen, Schulhöfen und bei öffentlichen Brunnen zu schauen.
Die Mitarbeiter der Bauhöfe von Schliengen und Bad Bellingen, der Hausmeister der Schliengener Hebelschule, Berthold Vomstein, und Bad Bellingens Wassermeister Michael Koehly haben dieser Tage einiges an Kontrollen zu absolvieren. Kontrolliert werden von den Bauhöfen zum Beispiel Straßenflächen, die trotz derzeit trockener Witterung durch Tauwasser vereisen könnten, Wasserabläufe von Brunnen und Heizungsanlagen in öffentlichen Gebäuden.Wassermeister Michael Koehly beispielsweise hat nun den ersten der öffentlichen Gemeindebrunnen, den Dorfbrunnen gegenüber dem Pflegeheim Schloss Rheinweiler, abgestellt, weil der Abfluss zugefroren ist. Der Brunnen friere langsam von unten nach oben zu, erklärt Koehly. Das Fließwasser laufe deshalb langsam über und bilde, weil der Abfluss zu ist, gefährliches Eis auf Bürgersteig und Straße. Er könne sich nicht daran erinnern, in den letzten 30 Jahren einmal die Brunnen abgestellt zu haben. Das letzte Mal war wahrscheinlich vor 33 Jahren, als der Rhein in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Teilen zugefroren war, sinniert er. Denn: Normale Minusgrade im einstelligen Bereich machen den Brunnenabflüssen nichts aus. Die Gemeinde Bad Bellingen hat in allen Ortsteilen insgesamt 13 Brunnen, rechnet Koehly nach. Der nächste Brunnen, den er wohl abstellen wird, wenn die Temperaturen weiter in den Keller gehen, ist in Bamlach.
Werbung
"In Schliengen müssen wir erst mal keinen Brunnen abstellen", sagt der Schliengener Bauhofleiter Günther Orstein. Nur die derzeit dekorativ mit Eis verzierten Wasserkreisläufe und Wasserfälle auf den Schliengener Kreisverkehren laufen nachts nicht. "Die stellen wir abends ab und morgens um sieben Uhr wieder an", berichtet Ortstein. Er erachtet es auch als wichtig, dass die Abläufe der Rückhaltebecken kontrolliert werden, damit dort nichts zueist. "So lange wir keinen Niederschlag haben, machen uns die Straßen keine Sorgen, auch kritische Stellen sind derzeit schön abgetrocknet", ist er zufrieden.
Der Hausmeister der Hebelschule, Berthold Vomstein, kontrolliert regelmäßig die Heizungsanlagen aller vier Schulgebäude in Schliengen und hat zudem ein Auge darauf, dass sich auf den Schulhöfen kein Glatteis bildet. "Auch der Bauhof fährt Kontrollrunden an den Schulen", sagt Vomstein. Die Sorge, dass Kinder die außen liegenden Wasserhähne an den Schulen aufdrehen könnten, hat der Hausmeister nicht. "Unser Wasserhähne lassen sich alle von innen abstellen, da kann auch bei strengstem Frost nichts passieren", schmunzelt er.
Autor: Jutta Schütz


