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16. September 2009
Acht Ratsmitglieder nicht mehr dabei
Konstituierende Sitzung des Bad Krozinger Stadtparlaments / Erich Faller aus Hausen mit Bad Krozinger Verdienstmedaille geehrt
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Die Stadt Bad Krozingen verabschiedete acht Ratsmitglieder (von links): Erich Faller, Charlotte Müller-Hildner, Elvira Mutterer, Katja Riedel, Mathilde Nothhelfer, Bürgermeister Ekkehart Meroth, Barbara Schmid-Steinbrunner und Wolfgang Mudrack (nicht auf dem Bild: Bernhard Litz). Foto: Markus Donner
BAD KROZINGEN. Der neu gewählte Bad Krozinger Gemeinderat ist im Amt. Am Montag wurden die Ratsmitglieder von Bürgermeister Ekkehart Meroth in der konstituierenden Sitzung im Kurhaus per Handschlag verpflichtet. Der neuen Legislaturperiode, die fünf Jahre dauern wird, gehören acht Ratsmitglieder nicht mehr an. Sie wurden mit Urkunden und Geschenken feierlich verabschiedet. Erich Faller aus Hausen wurde mit der goldenen Ehrennadel des Gemeindetages und der Verdienstmedaille der Stadt Bad Krozingen ausgezeichnet.
Bürgermeister Ekkehart Meroth nutzte die Sitzung zu einem Rückblick auf eine arbeitsreiche Legislaturperiode (siehe nebenstehenden Bericht) und stellte die Erfolge in den zurückliegenden Jahres heraus, von denen die Kernstadt und die Stadtteile gleichermaßen profitierten. Acht Gemeinderäte, die künftig nicht mehr zur Ratsrunde gehörten, hätten daran ihren Anteil. "Sie haben Bad Krozingen voran gebracht und dem Gemeinwesen mit großem Einsatz gedient", gab Meroth den scheidenden Stadträten mit auf den Weg. Den neuen Gemeinderat bat er um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.Werbung
Zwei bisherige Stadträte standen an diesem Abend besonders im Rampenlicht. Zum einen die langjährige Bürgermeisterstellvertreterin Mathilde Noth-helfer (CDU), die dem Stadtparlament über den Zeitraum von knapp 25 Jahren angehörte. Die Geschäftsfrau habe ihr besonderes Augenmerk den sozialen Anliegen und Institutionen geschenkt. Mit "kaufmännischem Blick" habe sie auch in allen Finanzfragen ein gewichtiges Wort mitgeredet. Meroth überreichte ihr eine Urkunde, eine Flurkarte und Blumen – "alle weiteren Ehrungen hat sie ja schon." Da war Erich Faller(CDU) aus Hausen an diesem Abend besser dran. Auch er bringt es auf eine fast 25-jährige kommunalpolitische Laufbahn im Ortschaftsrat und Gemeinderat und wurde nun mit der goldenen Ehrennadel des Gemeindetages Baden-Württemberg und der Verdienstmedaille der Stadt Bad Krozingen ausgezeichnet. Der Landwirt habe noch die beiden verstorbenen Bürgermeister Herbert Hellmann und Wolfgang Fuchs erlebt. Er sei im Gremium immer einer Fürsprecher für die Anliegen des bäuerlichen Berufsstandes gewesen. Meroth rechnete es Faller hoch an, dass der langjährige stellvertretende Ortsvorsteher persönlich viel dazu beigetragen habe, das nicht immer unbelastete Verhältnis zwischen Bad Krozingen und Hausen zu entkrampfen.
Auch die "Grande Dame" des Gemeinderates, Charlotte Müller-Hildner, verlässt die kommunalpolitische Bühne. Die SPD-Stadträtin, die erst als Rentnerin auf der SPD-Liste kandidierte und mit Unterbrechungen über 14 Jahre dem Rat angehörte, habe sich nicht nur als Dolmetscherin um die Städtepartnerschaften verdient gemacht und so den "guten Namen von Bad Krozingen im Ausland zum Klingen gebracht". Viele Entscheidungen habe sie auch aus dem Blickwinkel der älteren Mitbürger getroffen. Zehn Jahre gehörte Elvira Mutterer (FDP) dem Gemeinderat an. Meroth bezeichnete sie als ein "Bad Krozinger Urgestein". Ihr war die Zusammenarbeit im Mittelzentrum ein wichtiges Anliegen. Viel Energie habe Elvira Mutterer in den Ausbau der Kleinkindbetreuung, der Kindergärten und Schulen gesteckt. Wolfgang Mudrack (CDU) und Barbara Steinbrunner (SPD) scheiden nach fünf Jahren aus. Katja Riedel (SPD) kam als Nachrückerin von Walter Mack an den Ratstisch. Auch ihnen bescheinigte der Bürgermeister hohe Kompetenz und Tatkraft bei den Weichenstellungen für die Zukunft in der Kurstadt. Im Fall von Wolfgang Mudrack, der zum Opfer des Wahlsystems geworden sei, gab sich Meroth von einer Rückkehr an den Ratstisch überzeugt, da der Vorsitzende der stärksten politischen Kraft in der Stadt ein wichtiger Aktivposten sei. Bernhard Litz (CDU), soll in einer der nächsten Sitzungen verabschiedet und für seine fast 20-jährige Mitarbeit gewürdigt werden.
In offener Abstimmung wurden die vier Bürgermeisterstellvertreter gewählt: Sabine Pfefferle und Albert ter Wolbeek (beide CDU), Elke Fritsch (KBF) und Reiner Kühlwein (FDP). Die neuen Ortsvorsteher sind die alten: In Biengen Edgar Fader (Stellverteter Leodegar Wick und Ursula Schmidtobreick), in Hausen Reinhard Faller (Petra Elbers/Markus Fliegauf), in Schlatt Ottmar Seywald (Andrea Nolde/Edgar Müller), in Tunsel Peter Ritzel (Hartmut Riesterer/Rainer Seifert). Außerdem wurden die Vertreter der jeweiligen Fraktionen für die beschließenden und beratenden Ausschüsse und Gremien benannt und gewählt.
Ortsvorsteher Ottmar Seywald durfte sich ebenfalls über eine Ehrung freuen: Namens des Städtetages überreichte ihm der Bürgermeister das silberne Verdienstabzeichen des Städtetages für 20 Jahre in kommunalpolitischer Verantwortung.
Autor: Markus Donner
