Neubaugebiet

Bad Krozingen setzt auf weiteres Wachstum

Alexander Huber

Von Alexander Huber

Di, 27. November 2012 um 17:20 Uhr

Bad Krozingen

BAD KROZINGEN. Halbzeit bei der Erschließung des Neubaugebiets Kurgarten I. Rüdiger Kunst von Kommunalkonzept konnte den Bad Krozinger Gemeinderäten in seinem Zwischenbericht die frohe Kunde überbringen, dass die Arbeiten im Zeitplan liegen. Im August 2013 sollen die ersten Häuslebauer starten können. Und die klopfen offenbar so zahlreich in der Kurstadt an, dass es laut Kunst geradezu eine "zwingende Notwendigkeit" sei, sich schon mal Gedanken über den zweiten Bauabschnitt – Kurgarten II – zu machen.

Auf den ersten Blick erscheint das Gelände im Norden des Kernorts derzeit wenig attraktiv. Dort, wo einmal bis zu 1100 Menschen ihr Quartier finden sollen, rollen seit bald einem Jahr die Bagger über eine braune Fläche mit einigen Erdhügeln, die eher einer Wüste gleicht. Doch das fleißige Graben zeitigte bereits einige Fortschritte: Die Arbeiten an den Entwässerungskanälen, an Gas-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen sind fast abgeschlossen, der Straßen- und Wegebau wurde längst in Angriff genommen und ist auch schon zu einem Fünftel fertig. Augenfälligstes Ergebnis der Bautätigkeit ist der große Teich – von manchen Gemeinderäten sogar schon als "Krozinger See" bezeichnet – der im Nordwesten des Baugebiets als Ausgleichsmaßnahme und als Regenauffang angelegt wurde. Auch dieses Gewässer ist schon so weit fortgeschritten, dass sich die Verantwortlichen im Rathaus bereits Gedanken darüber machen müssen, wie man im Fall einer Frostperiode Übermütige davon abhalten könnte, auf der neuen Wasserfläche Schlittschuh zu laufen.

Alle Arbeiten liegen im Zeitplan

Was nun noch aussteht, sind die Arbeiten an umfangreichen Grünanlagen, ein neuer Kreisverkehr an der Biengener Allee, der das Neubaugebiet erschließen soll, eine Lärmschutzwand und zum Schluss die Straßenbeleuchtung. Von den kalkulierten 9,5 Millionen Euro Gesamtkosten für die Erschließung von Kurgarten I sind bereits 6 Millionen ausgegeben. Von den verbleibenden 3,5 Millionen Euro wird alleine die Lärmschutzwand mit einer Million Euro zu Buche schlagen.

Nur "wenn der Winter uns einen ganz argen Strich durch die Rechnung macht", so Kunst, sei der anvisierte Termin für das Ende der Erschließungsarbeiten im August kommenden Jahres noch in Gefahr zu bringen. Bislang seien alle Arbeiten sehr gut im Zeitplan.

Mehr Zeit, um die Grundstücke auf dem immerhin 15 Hektar großen Gelände an den Mann oder die Frau zu bringen, braucht es laut Aussagen von Kunst auch nicht. Der Abverkauf der Grundstücke in bislang städtischer Hand – rund die Hälfte der gesamten Grundstücksfläche – sei nahezu abgeschlossen, erklärte Rüdiger Kunst. Es gebe bereits auch eine spürbare Nachfrage nach Grundstücken im zweiten Bauabschnitt.

Die Bebauung dieses rund 10 Hektar großen Geländes mit der Bezeichnung Kurgarten II, das das gesamte Baugebiet nach Norden hin zur L 123 arrondiert, rückt damit in immer greifbarere Nähe. Ein offizieller Aufstellungsbeschluss steht noch aus, doch würde man die Planungen im kommenden Jahr in Angriff nehmen, erklärte Rüdiger Kunst, könnten 2014 auch im Kurgarten II die Erschließungsarbeiten beginnen. Die Gemeinderäte nahmen einhellig Kunsts Zwischenbericht zum Kurgarten I wie auch seinen Ausblick auf Kurgarten II wohlwollend zur Kenntnis.