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07. Januar 2014

Das Wachstum mitgestaltet

Gunther Zink, Bad Krozinger Hauptamtsleiter seit 1999, ist zum Jahreswechsel in den Ruhestand verabschiedet worden.

  1. verabschiedung Gunther Zink Foto: privat

  2. Auch das gehörte zu Gunther Zinks Aufgaben: Mithilfe bei Wahlen und Abstimmungen – hier der Volksabstimmung über Stuttgart 21 im Herbst 2011. Foto: A. Huber

BAD KROZINGEN (BZ/hub). Gunther Zink, der langjährige Hauptamtsleiter von Bad Krozingen, ist mit dem Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen. Er wurde noch im alten Jahr im Rahmen einer Feierstunde im Kreise der Rathausmitarbeiter von Bürgermeister Ekkehart Meroth verabschiedet. Mit der Neubesetzung dieses wichtigen Postens soll gewartet werden, bis Volker Kieber Ende des Monats die Nachfolge von Meroth angetreten hat.

Gunther Zink trat im September 1999 seinen Dienst als Hauptamtsleiter bei der damaligen Gemeindeverwaltung Bad Krozingen an. Zuvor war er mehrere Jahre bei der Deutschen Bank in einem Zusammenschluss der zum Konzern gehörigen Immobiliengesellschaften für Organisation, Personal, Innere Verwaltung und EDV sowie für die von den Tochterfirmen selbst genutzten Immobilien verantwortlich gewesen. Von dieser Tätigkeit her kannte er Bürgermeister Ekkehart Meroth, der Zink dem Gemeinderat als Nachfolger für Adolf Link vorschlug.

Zu den Besonderheiten des Bad Krozinger Hauptamtes gehörte – schon unter Zinks Vorgängern Link und Hermann Singler – die intensive Beschäftigung mit Grundstücksan- und -verkäufen im Kurort. Das hat auch Zinks Tätigkeit zu einem großen Teil bestimmt. "In einer Gemeinde, die so schnell gewachsen ist wie Bad Krozingen, ist die Grundstückspolitik von entscheidender Bedeutung", erklärt Zink. Letztlich sei es auch darum gegangen, Bad Krozingen in den Augen des Landes in eine Position zu bringen, die bedeutend genug ist, um bei wichtigen Entwicklungen nicht übergangen zu werden. Zentrale Aufgabe des Hauptamtsleiters sei es daher auch, dem Bürgermeister intern so weit den Rücken frei zu halten, dass der wichtige Kontakte nach außen knüpfen kann. "Eines habe ich gelernt in meiner Zeit in der Verwaltung", sagt Zink: "Kommunalpolitik heißt, immer jemanden zu finden, der die eigenen Wünsche finanziert."

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Zu den ersten Aufgaben, die Zink angehen musste, gehörte auch die Umgestaltung der damaligen Organisationseinheiten Einwohnermeldeamt, Standesamt und Sozialamt hin zu einem dienstleistungsorientieren Bürgerbüro. Die Wirtschaftsförderung kam, nach der Wahl des damaligen Wirtschaftsförderers zum Bürgermeister von Riegel, ebenfalls als Stabsstelle zum Hauptamt. Die Ansiedlung von gewerblichen und kaufmännischen Arbeitsplätzen ist eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftsförderung. Zink war es ein Anliegen, die ökonomische Abhängigkeit Bad Krozingens vom Gesundheitssektor zu verringern. Nicht zuletzt sei es bei dem Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahrzehnte auch darum gegangen, die Kaufkraft im Ort so weit zu stärken, dass er für die Ansiedlung weiterer Unternehmen attraktiv wird, erklärt Zink.

In den Wahlkampftrubel hinein geraten

Das Hauptamt umfasst heute die Organisationseinheiten Ordnungsamt, Bürgerbüro, Grundbuchamt, Wirtschaftsförderung und die Geschäftsstelle des Gemeinderates.

Mit seiner ruhigen, freundlichen und sachlichen Art war Gunther Zink ein geschätzter Verwaltungsmitarbeiter und Vorgesetzter. Seine Loyalität zu Bürgermeister Ekkehart Meroth ließ ihn jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2013 noch in die Mühlen des turbulenten Bürgermeisterwahlkampfs geraten. Einige Stadträte warfen ihm indirekt vor, im Wahlkampf nicht neutral agiert und Informationen zurückgehalten zu haben. Für Zink endete seine Zeit als Hauptamtsleiter so mit eher belastenden Erfahrungen. "Den Abgang hätte man sich schöner wünschen können", gibt er unumwunden zu.

Im Ruhestand nun sollen vor allem die Familie und Reisen im Vordergrund stehen. Die Liste der Wunschziele in Fern und Nah sei nicht eben kurz, schmunzelt Zink. Dabei ist er auch weiterhin im gesellschaftlichen Leben Bad Krozingens engagiert. So ist er derzeit Präsident des Kiwanis-Clubs Bad Krozingen-Staufen. Der Kiwanis-Club setzt den Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendarbeit. In der Europa-Union hat Gunther Zink schon viele Reisen innerhalb Deutschlands und im europäischen Ausland organisiert. Und schließlich wurde er vor wenigen Wochen als neuer Schatzmeister in den Vorstand des CDU-Stadtverbandes gewählt.

Autor: bz