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16. Juni 2017

Leserbriefe

BAUPROJEKT AM LAMMPLATZ
Kein sehr erfreuliches Zukunftsszenario
Zum Bericht "Knappe Mehrheit stimmt für Offenlage" (BZ vom 31. Mai) und der Leserzuschrift von Jörg Prang (BZ vom 3. Juni) schreibt eine Leserin:

Der Meinung von Herrn Prang stimme ich voll und ganz zu. Darüber hinaus habe ich jedoch noch weitere Bedenken hinsichtlich der geplanten Bebauung. Die Interessen des Investors, des Gemeinderates und der Bürger sind offenbar sehr unterschiedlich. Das spiegelt sich auch im Abstimmungsergebnis zu obigem Thema in der Gemeinderatssitzung wider (10 zu 12). Die nun vorgesehene viergeschossige Bebauung trägt weiter dazu bei, das Bild des Lammplatzes negativ zu verändern. Vor Jahren verschwand mit dem "Schloss-Café" ein beliebter, attraktiver Treff- und Anziehungspunkt für Bürger, Kurgäste und Besucher. Jetzt ist durch den Wegfall der "Lamm-Stube" mit ihrer schönen, fast mediterran anmutenden Sitzmöglichkeit im Freien die Gastronomie fast völlig verschwunden und der Platz verödet. Künftige, konsumorientierte Angebote werden das nicht ausgleichen. Bei Realisierung der Planung wird die Begegnung mit der Realität nicht lange auf sich warten lassen.

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Darüber hinaus wird der bisher von Biengen bis Staufen durchgängig für Fußgänger offene Neumagen-Uferweg durch den Ausbau auf 3,5 Meter massiv zerstört; Privatautos und Lieferverkehr werden das bisherige Bild stark beeinträchtigen. Bereits im Ortszentrum, Nähe Rathaus, wird durch "Verdichtung" eine Grünanlage unwiederbringlich vernichtet; das Gleiche wird entlang des Neumagens der Fall sein. Alle bisherigen Warnungen und Einwände besorgter Bürger sind ungehört verhallt und zum Teil abqualifiziert worden. All das ist kein sehr erfreuliches Zukunftsszenario, das sich hoffentlich nicht so verwirklichen wird. Pia Joost, Bad Krozingen

Autor: Pia Joost, Bad Krozingen