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09. Dezember 2008

Öffentlichen Nahverkehr und Tourismus stärken

In der Mitgliederversammlung des FDP-Ortsverbandes Bad Krozingen informierte Bäderchef Rolf Rubsamen über das Kurgeschäft

BAD KROZINGEN. In der gut besuchten Mitgliederversammlung des FDP-Ortsverbandes Bad Krozingen bildeten der Öffentliche Nahverkehr und der Tourismus in der Region die Schwerpunktthemen. Gäste waren der Geschäftsführer der Kur- und Bäder GmbH Bad Krozingen, Rolf Rubsamen und der Tourismusexperte Valentin Weislämle von der Berufsakademie in Lörrach.

Das Heilbad Bad Krozingen stehe nicht schlecht da, meinte der Bad Krozinger Bäderchef. Den ständigen Verlusten bei der ambulanten Reha stünde ein leichtes Wachstum (zwei bis drei Prozent) im Bereich der stationären Unterbringung gegenüber. Das medizinischen Spektrum werde durch Fitness- und Wellnessangebote ergänzt, die gesondert zu bezahlen seien. Ein gutes Preis/Leistungsverhältnis und innovatives Marketing seien der Schlüssel zum Erfolg.

Gesundheit und Tourismus seien in Einklang zu bringen, meinte Professor Weislämle aus Lörrach. Nach seiner Auffassung sei nur die Verzahnung von Kur und Tourismus zielführend. Die Kooperation von städtischen Einrichtungen mit dem privaten Sektor sei unbedingt erforderlich um Erfolg zu haben. Zielgruppen-Produkte erleichterten das komplizierte Spiel zwischen Angebot und Nachfrage.

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Auch der Zuzug von älteren Menschen in den Kurort war ein Thema. Man dürfe darüber aber nicht die Bedürfnisse der jungen Familien vergessen, die kostengünstig wohnen wollen. Das Kreisgymnasium habe sich für Familien mit Kindern als Magnet erwiesen, betonte Bürgermeisterstellvertreter Rainer Kühlwein. "Die Mischung macht’s" war das Fazit der Versammlung.

Zur Optimierung des öffentlichen Schienennahverkehrs hatten Georg Wolfgang Heinz und Martin Cammerer einen Antrag vorbereitet, der einstimmig angenommen wurde. Die bahnverkehrstechnische Anbindung des Mittelzentrum Bad Krozingen-Staufen sei gut, aber die Regionalzüge seien chronisch überfüllt. Die Bahn sollte die Züge auf sechs Wagons verlängern, dann gäbe es mehr Sitzplätze. Auch der Einsatz von Zugbegleitern, die Fahrkarten verkaufen und Vandalismus verhindern können, ist aus Sicht des Ortsverbandes erstrebenswert.

Autor: bz