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28. September 2009
STIMMEN
FDP
"Wir freuen wir uns über die Bürger, die von ihrem Wahlrecht gebrauch machten," kommentierte der Vorsitzende der FDP Bad Krozingen, Martin Cammerer, die Bundestagswahl. Die Wähler hätten in die bisher regierenden Parteien weniger Vertrauen als 2005. Dagegen habe die FDP deutlich an Zuspruch hinzugewonnen. "Unsere klaren Wahlaussagen zur Stärkung der Freiheit und Wahrung der Menschenrechte wie auch zur Selbstverantwortung, insbesondere im sozialen Bereich standen im Gegensatz zum Regierungshandeln." Die Wähler wollten eindeutig eine Regierung mit der FDP. Ihr werde zugetraut, vernünftige Lösungen und Antworten zur Wirtschaftskrise und den schwierigen gesellschaftspolitischen Fragen zu finden.
"Mit fast 15 Prozent das beste Bundestags-Wahlergebnis der FDP aller Zeiten, eine völlig ausreichende Mehrheit für eine bürgerliche Regierung und mit 3:0 den ersten Heimsieg des SC Freiburg – einen schöneren Sonntag konnte ich mir nicht wünschen,"kommentierte Manfred Vohrer, Ehrenmitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der FDP Staufen-Münstertal, den Wahlausgang. Aber schon ab morgen sei Schluss mit Feiern. Jetzt gelte es, liberale Politik umzusetzen. " Mit allen meinen Möglichkeiten, liberale Politik zu gestalten, werde ich mich dafür einsetzen, dass Umwelt und Klima nicht zu kurz kommen: Mehr Ökologie in der Marktwirtschaft und mehr Marktwirtschaft in der Ökologie," so Vohrer.
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SPD
"Das Wahlergebnis für Münstertal schmerzt die Sozialdemokraten", so der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Münstertal, Gerd Vetter, zur Bundestagswahl. Aber bei genauer Analyse sei feststellbar, dass der Verlust in Münstertal geringer als im Land und im Bund sei. "Dies führe ich darauf zurück, dass es den Sozialdemokraten in den vergangenen Jahren gelungen ist, sich in Münstertal stärker in der Bevölkerung zu verankern. Die niedrigere Wahlbeteiligung ging seiner Meinung nach ebenso wie das bessere Abschneiden der Linken auch zu Lasten der Sozialdemokraten.
"Aus der Sicht der SPD ist das heutige Ergebnis eine Katastrophe, da gibt es nichts zu beschönigen," so Peter Falk, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bad Krozingen-Hartheim. Es sei meistens bei einer großen Koalition, dass der etwas kleinere Partner bei der nächsten Wahl die Quittung bekomme, weil seine Wähler, also die SPD-Wähler, mit den Kompromissen, die mit der CDU eingegangen wurden, nicht einverstanden waren. Die SPD müsse wieder mehr ihre politischen Felder besetzen, die bei dieser Wahl die Linken eingenommen hätten. Die SPD müsse auch wieder zu sich selbst finden. "Sie muss sich von der Agenda 2010 verabschieden, um eine Erneuerung zu erfahren." Dies könne sie jetzt – zwangsläufig – in einer konstruktiven Oppositionsarbeit leisten. "Mit dem Ergebnis in Bad Krozingen bin ich ganz zufrieden, liegt es doch über dem Bundes- und vor allem auch über dem Landesergebnis," kommentierte Falk die Wahl. Auch die Landes-SPD müsse sich im Hinblick auf die Landtagswahl 2011 viel überlegen, um dort nicht ebenfalls Schiffbruch zu erleiden. "Wir in Bad Krozingen werden uns in dieser Hinsicht weiter einbringen, um auch hier das Ergebnis bei künftigen Wahlen zu verbessern und uns zu stärken."
CDU
"Deutschland hat eine gute Wahl getroffen", sagte Klaus Natterer, CDU-Stadtverbandsvorsitzender in Staufen. "Mit einer CDU und FDP-Koalition haben wir die gute Chance, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Mit Armin Schuster hat unsere Region endlich einen kompetenten und fleißigen Vertreter in Berlin gewonnen", so Natterer.
Autor: bz
