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04. Februar 2012

"Welch Erfolg nach Jahren des Kampfes"

Bürgermeister aus Bad Krozingen und Schallstadt zum Durchbruch beim Ausbau der Rheintalbahn.

  1. Freude in den Rathäusern: So wie es aussieht, werden die Weichen beim Ausbau der Rheintalbahn im Sinne der Region gestellt. Foto: S. Gollrad

BAD KROZINGEN/SCHALLSTADT. Das dritte und vierte Gleis soll zwischen Mengen und Hügelheim nach den Vorstellungen der Region gebaut werden – diese Nachricht hat auch in den Rathäusern im Südlichen Breisgau Freude und Erleichterung ausgelöst. "Ich freue mich sehr, vor allem für unsere Ortsteile, aber auch für die betroffenen Nachbargemeinden", erklärte Bad Krozingens Bürgermeister Ekkehart Meroth. "Wenn sich die Meldungen bestätigen, dann wäre das der Durchbruch, der in den wesentlichsten Bestandteilen die Forderungen aus unserer Region beinhaltet", so Meroth.

"Und ich bin mir sicher, dass auch für die noch ausstehenden Details einvernehmlich gute Lösungen gefunden werden können." Unter anderem gibt es offenbar noch Klärungsbedarf über Zahl und Ausgestaltung der Landschaftsbrücken, die bei einer Tieferlegung der Gleise, wie sie die Bürgertrasse vorsieht, vonnöten wären, um diesen Einschnitt in der Landschaft passierbar zu machen. Meroth, der noch am 11. Januar zu einem dreistündigen Einzelgespräch im Bundesverkehrsministerium in Berlin war, lobte den für den Ausbau der Rheintalbahn zuständigen Staatssekretär Klaus-Dieter Scheuerle als einen Mann, der sich "mit viel Engagement und Sachkenntnis in diese schwierige Materie eingearbeitet hat".

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Nun müsse man auch das Interesse des Bundes anerkennen, schnell zu einem Planfeststellungsbeschluss zu kommen, erklärte Meroth. Man wolle den weiteren Prozess konstruktiv begleiten, dann könnten vielleicht schon in diesem Jahr die Planungen für den Abschnitt 8.3. abgeschlossen werden. Gesetzt den Fall, dass die nun bekanntgewordene Zusage aus Berlin Bestand habe, sei damit eine zehn Jahre währende Arbeit, die die Kräfte von vielen Beteiligten in Anspruch genommen habe, zu einem guten Ergebnis geführt, freut sich der Bad Krozinger Bürgermeister.

Geradezu euphorisch gibt sich auch Meroths Kollege aus Schallstadt: "Welch Erfolg für alle Beteiligten nach Jahren des Kämpfens für dieses Jahrhundertprojekt", erklärte Jörg Czybulka in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der BZ. "Für Schallstadt-Mengen", so führt Czybulka weiter aus, "ist die Troglösung mit Verlängerung des Mengener Tunnels und der Unterquerung von Neumagen und Möhlin immer die einzig akzeptable Lösung gewesen." Man wolle nun optimistisch davon ausgehen, "dass die klaren Signale aus Berlin und Stuttgart auch Verlässlichkeit ausweisen". Auch der Schallstadter Bürgermeister sieht den Erfolg als Ergebnis einer gemeinsamen Kraftanstrengung in der Raumschaft: "Dank insbesondere der MUT, ihren Mitgliedern und den engagierten Bürgermeisterkollegen."

Autor: hub