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07. Februar 2012

Zum Erben gehören wenigstens zwei

Die Laienspielgruppe des Sportvereins Biengen unterhält mit dem Stück "Der Millionenknauser".

  1. Rührend sorgen die beiden Familien sich um das Wohlergehen der Erbtante Anna, während Anton über soviel Zuwendung nur staunen kann. Von links: Gaby Müller, Andrea Huck, Monika Ockert-Wehrle, Benno Grethler, Linda Grethler, Bernd Brodbeck und Berthold Grethler. Foto: R. Lang

BAD KROZINGEN-BIENGEN (BZ). Es ist in Biengen schon Tradition, dass der Sportverein das neue Jahr mit einer Theateraufführung seiner Laienspielgruppe eröffnet. Wie immer war die Merowinger-Halle bei beiden Aufführungen voll besetzt. Der Vorsitzende Joachim Wick hob die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im Verein und in einem Dorf wie Biengen hervor, bevor der Höhepunkt des Abends begann. Dieses Mal hatte die Gruppe einen Drei-Akter mit dem Titel "Der Millionenknauser" ausgewählt. Dabei ging es ums Erben, Vererben und den rechten Zeitpunkt dazu. Denn Erben will gelernt sein.

Dass dazu aber wenigstens zwei gehören, wurde in diesem Stück eindrucksvoll vermittelt. Opa Knauser (Benno Grethler) soll endlich den Hof an seinen Sohn Fritz (Bernd Brodbeck) übergeben. Da er aber seiner Schwiegertochter Berta (Andrea Wick) nicht über den Weg traut, möchte er erst mal einige Dinge geklärt haben. Um näher am Geschehen zu sein, quartiert er sich "krankheitsbedingt" vorübergehend bei den "Jungen" ein. Dabei kommt so einiges ans Tageslicht.

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Da Opa Knauser mit der Pflege nicht immer einverstanden ist, behilft er sich auf seine eigene Art, wobei ihn auch die Krankenschwester Johanna (Gudrun Engist) sowie seine Kriegskameraden Albert (Berthold Grethler) und Georg (Reinhard Müller) unterstützen.

Natürlich wird die Geschichte noch komplizierter, als auch noch die Liebe ins Spiel kommt. Auf dem Hof des Sohns ist der dynamische Agrarstudent Peter als Praktikant (Dominik Ludwig) tätig und die Tochter Lisa (Susi Hettig) hat ein Auge auf ihn geworfen. Als im Verlaufe des Stückes immer mehr dunkle Machenschaften ans Licht kommen, wird diese Verhältnis stark gefährdet, denn es deutet sich an, dass Lisa nicht nur die Tochter des künftigen Hofnachfolgers ist, sondern der Student wohl auch sein Sohn aus einem vorehelichen Verhältnis. Daher versucht der Opa zunächst alles, um die beiden auseinander zu bringen. Doch auch dieses Problem löst sich elegant, als herauskommt, dass Peter zwar tatsächlich der Sohn des Bauern ist, Lisa jedoch nicht seine Tochter.

So konnten sich die Zuschauer über eine unterhaltsame Geschichte freuen. Die Gruppe schaffte es, alle Rollen treffend zu besetzen. Alle Darsteller begeisterten das Publikum mit ihrem Spiel. Dies gilt insbesondere auch für die Neulinge dieser Spielzeit, Susi Hettich und Gudrun Engist. Lang anhaltender Beifall entlohnte die Akteure.

Joachim Wick dankte allen Spielern auf der Bühne und vergaß dabei auch nicht Enrico Huck, Hubert Herrenweger und Gebhard Land für ihren Einsatz neben und hinter den Kulissen.

Anschließend nahm Vorstandsmitglied Hans Grethler die Gelegenheit war, dem Vorsitzenden Joachim Wick in großem Rahmen für sein zehnjähriges Engagement in dieser Funktion zu danken und überreichte ihm eine Urkunde und einen Gutschein.

Autor: bz