10 000 Euro für die Opfer

Axel Kremp

Von Axel Kremp

Fr, 04. November 2011

Bad Säckingen

Spende des Freundeskreises Nagai wurde von der Partnerstadt nach Japan weitergeleitet.

BAD SÄCKINGEN (BZ/akr). Nach der Dreifach-Katastrophe in Japan im März dieses Jahres war die Betroffenheit auch in Bad Säckingen und Umgebung groß. Groß war aber auch die Hilfsbereitschaft. Der Freundeskreis Nagai – Bad Säckingen hatte 10 000 Euro gesammelt und auf ein Treuhandkonto der Bad Säckinger Partnerstadt in Japan überwiesen.

Zusammengekommen waren die 10 000 Euro zum einen durch eine Spende des Vereins selbst, zum zweiten hatten die Freunde Japans die Bevölkerung zu Spenden aufgerufen und drittens gab es an mehreren Orten Spendenaktionen. Die selbst weder von Erdbeben noch Tsunami betroffene Stadt Nagai hat die Spende aus Bad Säckingen an die Stadt Tagajô in der Präfektur Miyagi weitergeleitet. Tagajô liegt am Pazifik und wurde vom Tsunami sehr stark verwüstet. Freundschaftliche Bande zwischen Nagai und Tagajo bestehen, da beide Städte die Irisblume im Wappen tragen und über diese Blume partnerschaftlich miteinander verbunden sind. Mit den 10 000 Euro konnte in Tagajô einiges angefangen werden. Ein Großteil des Geldes wurde für die Aufräumarbeiten ausgegeben. Weitere Schwerpunkte waren eine Einladung vom Tsunami betroffener Bürger aus Tagajô nach Nagai, die Lieferung von Trinkwasser dorthin, die Bereitstellung eines Abpumpwagens für Toiletten und die Unterbringung von Flüchtlingen in Notunterkünften.

Mittlerweile hat sich Shigeharu Uchiya, der Bürgermeister der Bad Säckinger Partnerstadt Nagai, beim Freundeskreis bedankt. Er schreibt: "Wir hoffen von ganzem Herzen, dass die von der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe betroffenen Orte so bald wie möglich wieder aufgebaut werden und die Opfer ein ruhigeres Alltagsleben führen können."

Und Mitsuo Endô, der Präsident des Bad Säckingen-Clubs in Nagai, schreibt: "Wir sind sehr glücklich darüber, treue verlässliche Freunde in Deutschland zu haben". Deren "großartige, warmherzige Unterstützung" habe erneut bewusst gemacht, wie kostbar die Verbundenheit sei. Deshalb wolle man sich auch weiter für die Pflege "unseres Bundes" einsetzen.