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25. Juli 2016

Anreise aus Schweden

Bei der Süddeutschen Meisterschaft im Doppelaxtwerfen waren sechs Nationalitäten vertreten.

  1. In Rippolingen flogen bei der Süddeutschen Meisterschaften zwei Tage die Äxte. Foto: Jörn Kerckhoff

BAD SÄCKINGEN-RIPPOLINGEN. 2210 Kilometer Anfahrt, nur um an den offenen Süddeutschen Meisterschaften im Doppelaxtwerfen teilzunehmen. Ja, das sei schon etwas verrückt, gibt Daniel Hedberg aus Tönnanger in Schweden zu. Gemeinsam mit drei weiteren Wettkämpfern trat er die Reise zu dem Wettkampf der Doppelaxtfreunde Rippolingen an – mit dem Auto. Sie kamen pünktlich, um an den Wettbewerben am Wochenende teilzunehmen.

Das Fahren sei er gewohnt, schließlich sei er von Beruf Taxifahrer, erzählt Hedberg. 10000 Kilometer fahre er da schon im Monat. 2200 Kilometer in zweieinhalb Tagen seien dann aber doch schon eine ganze Menge. Schon vor zwei Jahren zur Europameisterschaft war er nach Rippolingen gekommen, damals allerdings per Flugzeug von Stockholm nach Zürich. Nach Rippolingen sei bislang die weiteste Anreise zu einem Wettkampf, irgendwann möchte er aber auch noch nach Kanada, um dort die Doppelaxt fliegen zu lassen.

Bei einem offenen Wettkampf dürfen Athleten aus der ganzen Welt teilnehmen und immerhin Teilnehmer aus sechs Nationen waren in dem 69 Mann und elf Frauen starken Feld der offenen Süddeutschen Meisterschaften dabei. Neben den Deutschen und den Schweden waren auch Schweizer, Polen, Ukrainer und ein Südafrikaner mit dabei – Mike Moran lebt allerdings in Zeiningen in der Schweiz. Seine Anreise war also vergleichsweise kurz. Werfer aus etwa 20 Clubs waren am Start, Horst Rösch, Vorsitzender der Doppelaxtfreunde Rippolingen war sehr zufrieden mit der Teilnahme. "Es ist ein Sport, bei dem sich Alt und Jung begegnen und gegeneinander antreten können, weil es mehr um Technik und Konzentration geht, als um Fitness", erklärt Rösch, was er an dem Sport so mag.

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Die vierten Süddeutschen Meisterschaften – die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt – waren also sowohl eine Begegnung der Nationen als auch der Generationen. Und weil man sich bei solchen Begegnungen gegenseitig viel erzählen kann, passt es ganz gut, dass die "Ripp’linger Wildsäu" gleich noch ihr Sommerfest veranstalten. Da ließ es sich nach den Qualifikationsrunden am Samstag dann noch den ganzen Abend hervorragend plauschen über den Sport, aber auch über alles andere, was die Menschen so aneinander interessiert. Oder man lauschte, was die Partyband "Hot Chilis" aus ihren Instrumenten rausholte.

Am Sonntag ging es im Finale um die Vergabe der Pokale (wir berichten noch). Wer sich dafür qualifiziert hatte und auf das Siegerpodest klettern wollte, feierte wahrscheinlich nicht bis zum Ende, sondern legte sich etwas früher schlafen.

Weitere Bilder unter mehr.bz/doppelaxt

Autor: Jörn Kerckhoff