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29. November 2010
Aus jungen Artisten werden Zirkustrainer
Die Zirkusfreunde Papperlapapp fördern die Ausbildung.
BAD SÄCKINGEN. Die finanzielle Unterstützung der Ausbildung junger Artisten zu Zirkustrainern und Zirkuspädagogen ist eines der Ziele der Zirkusfreunde Papperlapapp. Der Förderverein des gleichnamigen Kinder- und Jugendzirkus aus Bad Säckingen zog zwei Jahre nach seiner Gründung eine durchweg positive Bilanz.
2009 nahm der Förderverein knapp 1400 Euro an Mitgliedsbeiträgen und fast ebenso viel durch den Verkauf von Popcorn und Zirkusutensilien ein. 100 Euro gingen als Spende ein. Nach Abzug der Ausgaben von 1470 Euro blieben den Zirkusfreunden genau 1367,88 Euro, stellte Kassenwart Stefan Ebner in der Jahreshauptversammlung des Vereins zufrieden fest. Ein Teil des Geldes werde in die Ausbildung junger Artisten fließen, die ihr Können wiederum an den Nachwuchs weitergeben, so die Vereinsvorsitzende Andrea Koubik. Gefördert wurde bereits ein viertägiger Qualifizierungskurs in Tübingen, bei dem der 16-jährige Luca Völkle Methodik und Praxis zum Zirkustrainer erlernte. Mit Hilfe des Fördervereins soll diese Ausbildung weiteren Talenten zugute kommen. Mit der Übernahme eines Teils der Ausbildungskosten werden die Zirkusfreunde auch Daniela Mayer unterstützen. Die Erzieherin ist langjähriges Mitglied im Zirkus und lässt sich in Köln nebenberuflich zur Zirkuspädagogin ausbilden. Außerdem möchten die Zirkusfreunde die Teilnahme von Akteuren ab 14 Jahren an einem internationalen Jongliertreffen in Karlsruhe im Sommer 2011 sponsern.
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Bei den anstehenden Vorstandswahlen gab es keine Gegenstimmen. Bis auf Ralf Lütte, der aus beruflichen Gründen als Beisitzer ausschied und von Helga Karpstein ersetzt wurde, stellten sich alle Vorstandsmitglieder erneut zur Wahl. In ihren Ämtern bestätigt wurden: Andrea Koubik (Erste Vorsitzende), Claudia Völkle (Zweite Vorsitzende), Stefan Ebner (Kassenwart) und die Beisitzer Petra Albiez, Gabi Laabs und Elke Schmidt.
Beim Rückblick auf die diesjährigen Highlights durch Zirkusdirektor Michael Koubik wurden Renommee und Professionalität des Zirkus deutlich. Für seine Nachhaltigkeit erhielt er Anfang des Jahres den Innovationspreis des Landkreises Waldshut. Im April waren beim Zirkusfestival in Rheinfelden zwei von drei Papperlapapp-Vorstellungen mit jeweils 300 Zuschauern ausverkauft. Im Juni gewann die zum Zirkus gehörende Diabolo-Gruppe TAG 3 den ersten Platz des Wettbewerbs "Badens Supertalent" anlässlich des Landesturnfests in Offenburg und wurde daraufhin im August vom Europapark Rust für das Rahmenprogramm während des Sommerskispringens in Hinterzarten engagiert. Viele regionale und überregionale Auftritte halten die 18 Hauptakteure im Alter zwischen acht und 23 Jahren das ganze Jahr über in Atem. Hinzu kommen das Training in der Zirkusschule und Vorführungen mit Workshops auf dem Campingplatz Horn am Bodensee in den Pfingst- und Sommerferien.
Aus den Reihen der Zuschauer in Horn rekrutiert sich auch die Mehrheit der zurzeit rund 90 Zirkusfreunde. Weil sich der Popcornverkauf während der insgesamt sechs Wochen in Horn sehr lohnt, überlegt sich der Vorstand, einen Teil des Vereinsvermögens in eine größere Popcornmaschine zu investieren. Schließlich, so Kassenwart Stefan Ebner, wolle der Verein das Geld nicht horten, sondern in die weitere Entwicklung des Zirkus stecken.
Autor: Christiane Weishaupt
