Das Wintersportkonzept steht

Christiane Sahli

Von Christiane Sahli

Do, 13. September 2018

Bad Säckingen

Pläne sind im Todtmooser Gemeinderat vorgestellt worden / Alpiner Wintersport ist kein Thema mehr.

TODTMOOS. Das Wintersportkonzept der Gemeinde Todtmoos ist in trockenen Tüchern. Rechnungsamtsleiter Uwe Bonow stellte die Einzelheiten in der Gemeinderatssitzung am Dienstag vor. Rund um den Hochkopf wird es künftig Angebote für Langläufer, Winterwanderer, Rodler und Schneeschuhwanderer geben. Langläufer kommen zudem auf weiteren Loipen im Ort auf ihre Kosten.

Schon lange wurde über ein Wintersportkonzept für Todtmoos diskutiert. Anfang Juni wurde das Thema im Gemeinderat im Rahmen einer Klausurtagung beraten, zu der auch Bürger als Berater hinzugezogen wurden. Das Ergebnis der Beratungen: Künftig wird es rund um den Hochkopf ein vielseitiges Wintersportangebot geben. Grundsätzliche Erwägungen hätten zu einer Entscheidung für den Hochkopf als Wintersportzentrum geführt, sagte Ingomar Franz (Freie Wähler). Dort kämen Langläufer, Wanderer, Schneeschuhwanderer und Rodler auf ihre Kosten. Das Areal biete aufgrund der Höhenlage Schneesicherheit, zudem seien Parkplätze und Gastronomiebetrieb vorhanden.

Die Angebote am Hochkopf: Langläufer können die über den Hochkopf führende Verbindungsloipe zwischen St. Antoni und dem Roten Kreuz nutzen, darüber hinaus besteht eine Verbindung vom Hochkopf zu der Herrenschwander Loipe. Ein Panorama-Schneeschuh-Trail mit einer Länge von rund drei Kilometern und einer Höhendifferenz von 120 Metern führt durch die Landschaft rund um den Hochkopf und gewährt Ausblicke über das Wehratal und bei entsprechendem Wetter bis zu den Schweizer Alpen.

Ein Rundwanderweg soll vom Hochkopf über Herrenschwand führen, ein weiterer Weg verbindet den Hochbehälter in Lehen mit dem Hochkopf. In Sachen Rodeln ist geplant, am Weißenbachsattel im Bereich der Trasse des kleinen Skilifts am Hochkopf eine Rodel- sowie eine Snowtubing-Bahn zu gestalten, auch die Errichtung eines kleinen mobilen Lifts mit Kosten zwischen 5000 und 15 000 Euro ist im Gespräch.

Langläufern stehen neben den Loipen am Hochkopf zudem die St.-Antoni-Gerspach-Spur, die Silberbachloipe sowie die Verbindungsspur nach Bernau zur Verfügung. Auf die Loipe in Schwarzenbach wird man zukünftig verzichten. In Schwarzenbach steht neben dem Trail für das Schlittenhunderennen zudem ein rund fünf Kilometer langer Husky-Trainingstrail zur Verfügung.

Ziel des Wintersportkonzeptes sei es gewesen, das Wintersportangebot zu verbessern, sagte Christian Zumkeller (CDU), ein großes Konzept sei nie das Ziel gewesen. Das Erreichte sei ein kleiner, aber wichtiger Schritt. Wichtig sei, ergänzte Bürgermeisterin Janette Fuchs, auf Qualität zu setzen.

Auf der Tagesordnung stand auch, die Verwaltung mit Vertragsverhandlungen zur Pflege von Loipen und Winterwanderwegen zu beauftragen sowie ein Beschluss über den Verkauf des Pistenbullys. Franz wies allerdings darauf hin, dass entsprechende Beschlüsse bereits gefasst wurden. Der Pistenbully soll an die Firma Stoll veräußert werden, die die Loipenpräparierung übernehmen wird.

Zur Entscheidung stand der Kauf eines Skidoos, den das Gremium billigte. Die Kosten werden sich auf rund 15 000 Euro belaufen. Mit dem Erwerb will man allerdings noch einige Wochen warten in der Hoffnung, ein preisgünstiges Vorführgerät erwerben zu können.

Alpiner Skisport wird in Todtmoos auch künftig nicht mehr angeboten. Da der Kirchberglift aufgrund des neuen Wintersportkonzepts nicht mehr erforderlich ist, soll der Abbau erfolgen. Gleiches gilt auch für den steileren der Hochkopflifte. Den kleinen Lift am Hochkopf will man dagegen stehen lassen, die Masten könnten gegebenenfalls für eine Flutlichtanlage genutzt werden.

Und falls die Inbetriebnahme des Lifts doch noch einmal in Erwägung gezogen werden sollte: Es sei leichter, eine Genehmigung für einen bereits bestehenden Lift zu bekommen als für eine neue Anlage, sagte Bonow.