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09. Februar 2012

Der Gassenfeger darf wieder fegen

Die Stadt nimmt die Straßenreinigung wieder zurück in die eigene Regie.

  1. Fast auf den Tag genau vor sechs Jahren wurde die damals neue Bad Säckinger Kehrmaschine auf den Namen Gassenfeger getauft. Jetzt wird sie wieder aus der Garage geholt und darf ihre Putzrunden drehen. Foto: Archivfoto: Laetitia OBergföll

BAD SÄCKINGEN (akr). Eigentlich hatte sich der Gemeinderat schon im Sommer vergangenen Jahres darauf verständigt; per Beschluss hat er es nun unumkehrbar gemacht. Von sofort an wird der Technische Dienst der Stadtverwaltung die Straßen der Stadt wieder selbst reinigen. Die "Gassenfeger" getaufte große Kehrmaschine der Stadt wird wieder aus der Garage geholt und darf fortan wieder ihre Runden durch Bad Säckingen drehen. Die 2010 aus finanziellen Gründen beschlossene Privatisierung der Straßenreinigung wird rückgängig gemacht.

"Wir sollten mehr auf die Praktiker hören, dann wäre das nicht passiert", sagte Alfons Döbele (FDP) zum Schluss der Debatte und fasste damit zusammen, was Sprecher anderer Fraktionen und der Stadtverwaltung zuvor bereits sagten: Die Übertragung der Stadtreinigung an ein privates Unternehmen hatte sich nicht bewährt. Auf der einen Seite kam es nicht zu den erhofften finanziellen Einsparungen, auf der anderen Seite hagelte es Beschwerden unzufriedener Bürger.

"Wir dürfen jetzt nicht alle Sparbeschlüsse der Sparkommission kassieren", warnte Michael Maier für die Union davor, nun das Rad in die andere Richtung zu überdrehen. Er wies darauf hin, dass die neue Regelung auch gegenüber dem ursprünglichen kommunalen Konzept eine Ersparnis bringe. So sei die große Kehrmaschine fortan 500 bis 600 Stunden jährlich in Bad Säckingen unterwegs, zuvor waren es 1100 Reinigungsstunden.

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Wie Tiefbauamtsleiter Jürgen Huber dem Gemeinderat darlegte, soll Bad Säckingen einschließlich Obersäckingens zehn Mal pro Jahr mit der großen Kehrmaschine gereinigt werden, die Ortsteile fünf Mal und die Straßeneinläufe mindestens zwei Mal. Huber bestätigte die Anregung Maiers, die Maschine verstärkt den Nachbargemeinden anzubieten. Im Gespräch sind Einsätze in Laufenburg, Murg und Rickenbach.

Mit dem externen Anbieter war vereinbart worden, fünf Mal pro Jahr in der erweiterten Innenstadt und Obersäckingen zu reinigen und drei Mal im Industriegebiet und den Ortsteilen. Dies, so Jürgen Huber, habe sich als unzureichend herausgestellt. Die Erhöhung der Reinigungsintervalle und die nun mögliche Flexibilität bei Noteinsätzen führen laut Huber jetzt zu einer befriedigenden Reinigung der Straßen. Der Unmut der Bevölkerung werde wieder gemindert.

Autor: akr