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06. Juni 2017

Drei neuen Bahnen komplettieren den Neun-Loch-Kurs auf dem Bad Säckinger Golfplatz

Nach nunmehr fast zehn Jahren kann in Bad Säckingen bald eine Neun-Loch-Partie Golf gespielt werden. Zu den sechs vorhandenen Bahnen und der Driving-Range gesellen sich drei weitere Bahnen auf neu erschlossenem Gelände unterhalb der Sportplätze außerhalb Obersäckingens.

  1. Alphornklänge von Franz Schüssele (Mitte) im Zusammenspiel mit traditionell afrikanischer Percussion von Mamoudou Doumbouya (links) und Raphael Kofi (rechts) eröffneten die Erweiterung der Golfwelt. Foto: dpa /David Rutschmann

  2. Alphornklänge von Franz Schüssele (Mitte) im Zusammenspiel mit traditionell afrikanischer Percussion von Mamoudou Doumbouya (links) und Raphael Kofi (rechts) eröffneten die Erweiterung der Golfwelt. Foto: David Rutschmann und DPA

  3. Alphorn-Klänge von Franz Schüssele (Mitte) im Zusammenspiel mit traditionell afrikanischer Percussion von Mamoudou Doumbouya (links) und Raphael Kofi (rechts) eröffneten die Erweiterung der Golfwelt. Foto: David Rutschmann

  4. Alphorn-Klänge von Franz Schüssele (Mitte) im Zusammenspiel mit traditionell afrikanischer Percussion von Mamoudou Doumbouya (links) und Raphael Kofi (rechts) eröffneten die Erweiterung der Golfwelt. Foto: David Rutschmann

BAD SÄCKINGEN. Die Umsetzung zog sich aufgrund ökologischer Bedenken in die Länge. Doch der neue Golfplatz zeigt sich von einer besonders naturfreundlichen Seite.

Zwischen Geweihen und Bison-, Elch- und Nashornpräparaten durfte Altbürgermeister Günther Nufer im Medienraum des Wildlife-Museums die "Aufstockung" des 2006 in der Golfwelt Freizeitwelt Hochrhein eröffneten Golfparks auf neun Löcher verkünden. "In unserer schnelllebigen Gesellschaft stellt auch das eine Art der alternativen Entschleunigung dar", scherzte Geschäftsführer Nufer im Hinblick auf die lange Odyssee der Golfplatz-Erweiterung.

Erste Pläne zur Erweiterung auf neun Bahnen lagen demnach bereits 2007 vor. Die Erschließung eines Geländes nördlich des Sportplatzes wurde nicht genehmigt. Der darauffolgende Plan einer Erweiterung südlich des Sportplatzes galt als umstritten, da ohne Sondergenehmigung die Bebauung auf der entsprechenden Grünzäsur nicht erlaubt war.

2014 wurde beim Landesministerium für Verkehr und Infrastruktur eine Petition gegen die Erweiterung des Golfplatzes eingereicht. Eine Umweltverträglichkeitsstudie gab dem Projekt allerdings grünes Licht. Im vergangenen September folgte nach jahrelangem Hin und Her der Spatenstich. Neun Monate Bauzeit später und bei Kosten von rund 500 000 Euro stehen nun die drei neuen Bahnen nahe der Bundesstraße und des Krebsbachs. Die Gesamtlänge der Bahnen des Golfplatzes beläuft sich nun auf etwa 1600 Meter.

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Die Verantwortlichen sehen das neue Gelände im Einklang mit der Natur. Zwei Fünftel der Fläche wurden als artenreiche Blumenwiesen gestaltet, lediglich ein Fünftel des Geländes wird künstlich gedüngt. Im Herbst sollen 40 Obstbäume, die man für jeweils 100 Euro verpachten will, gepflanzt werden. Neben unter anderem über 2000 Hecken und Sträuchern wurden angrenzend auch Habitate für Eidechsen, Schlangen und Schmetterlinge eingerichtet.

"Es hat zwar länger gedauert, die Schritt-für-Schritt-Planung war allerdings wohl durchdacht. Durch die gute Zusammenarbeit haben wir es im Endeffekt geschafft", berichtete Bürgermeister Alexander Guhl. Allein durch den lang ersehnten Bau der Erweiterung seien die Herausforderungen der Golf-Welt Hochrhein jedoch noch nicht gemeistert, erläuterte Bauherr Rold Kaspar. Der Kurzlochplatz ebene den Weg für eine moderne, kompakte Form des Golfspielens. "Wir brauchen jedoch Spieler und viele Mitglieder im Golfclub", sagte er. So hofft er, dass der Club in den kommenden drei Jahren auf 300 Mitglieder wachsen wird.

Im Anschluss an die Ansprachen im Wildlife-Museum brachte der volkstümliche Musiker Franz Schüssele auf den neuen Bahnen europäische und afrikanische Musikkultur zusammen. Golf gespielt werden konnte allerdings noch nicht – zumal auch keine Löcher vorhanden waren. "Die müssen erst noch gebohrt werden. Generell werden die Löcher alle paar Tage neu verlegt, um die Kurse komplizierter zu gestalten", erklärte Nufer.

Weiterhin warten die Verantwortlichen noch auf spezielle Netze, die entlang der Bundesstraße einen Zaun vollfertigen sollen. "Gespielt werden darf erst Mitte des Monats, wenn die Sicherheit an der Straße gewährleistet ist", sagt Nufer.

Autor: David Rutschmann