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10. Februar 2012

Ein Anmeldeformular für alle zehn Kindergärten

Stadtverwaltung vergibt Plätze in Absprache mit Kindergärten.

  1. Bevor der Nachwuchs in einem Kindergarten toben, turnen, klettern und spielen kann, muss er angemeldet werden. In Bad Säckingen war dies bislang ein mühsames Geschäft. Jetzt soll alles besser werden. Foto: DPA

BAD SÄCKINGEN. Frohe Kunde für alle Eltern von Kleinkindern in Bad Säckingen: Zur Anmeldung des Kindes in einen Kindergarten in der Stadt reicht fortan ein einziges Formular. Es kann bei der Stadtverwaltung oder in einem der Kindergärten abgegeben werden kann. Kurz: Erstmals gibt es in Bad Säckingen ein zentrales Anmeldeverfahren für alle Kindertageseinrichtungen. Es gilt schon fürs kommende Kindergartenjahr. Anmeldeschluss ist am Donnerstag, 15. März.

Kaum ein Thema war in der Vergangenheit in Bad Säckingen so schlecht gelöst wie jenes der Anmeldung in den Kindergarten. Das Problem: Die zehn Kindergärten in der Kernstadt und den Ortsteilen gehören fünf verschiedenen Trägern, die Stadt selbst hat keinen einzigen. Dabei hatten die Kindergärten unterschiedliche Stichtage für die Anmeldung und einzelne Träger hatten auch von den anderen abweichende Entscheidungskriterien erarbeitet. Die Folge: Viele Eltern meldeten ihren Nachwuchs sicherheitshalber gleich bei mehreren Einrichtungen an, was zunächst zu Doppelzusagen und danach zu Unterbelegungen einzelner Einrichtungen geführt hat. Glücklich damit war niemand, eine Lösung war aber auch nicht in Sicht.

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Jetzt soll aus der allgemeinen Unzufriedenheit eine weitestgehende Zufriedenheit werden, aus Datensalat soll Planungssicherheit werden. Und so funktioniert’s: Die Eltern füllen ein Anmeldeformular aus und geben darin ihren Wunschkindergarten und die Alternativkindergärten an. Dieses Formular kann bis 15. März bei der Stadtverwaltung und in jedem der Kindergärten abgegeben werden. Daraufhin vergibt die Stadtverwaltung die Plätze in allen zehn Kindergärten an die Kinder unter Berücksichtigung der Wünsche der Eltern und der Aufnahmekriterien der einzelnen Einrichtungen. Sache der Kindergärten ist es dann, bis 16. April die Zusagen zu verschicken. Daraufhin haben die Eltern zehn Tage Zeit, die Aufnahme in den jeweiligen Kindergarten zu bestätigen oder abzulehnen. Kinder, die bis dahin keine Zusage erhalten haben, kommen auf eine Warteliste.

Bürgermeister Alexander Guhl und Claudia Götz, die Sachbearbeiterin für Kindergärten in der Stadtverwaltung, versprechen sich von der neuen Regelung Vorteile für alle Seiten. Doppelzusagen sind fortan nicht mehr möglich.

Autor: Axel Kremp