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24. Juli 2010

Ein Läuferfest in Grün mit pitschenassen Sportlern

Ausgerechnet um den Gewinner des Altstadt-Grand-Prix gab es Irritationen / Mira Franzens sechster Sieg beim sechsten Start.

  1. Hart war’s, durch den Regen zu laufen (rechts oben), was der Laune der WM-Fans aber keinen Abbruch tat (links). Beim Fitness-Lauf waren aber auch die Hochrhein-Runners lustig gekleidet (rechts unten). Foto: stefan sahli

  2. Foto: Stefan Sahli

  3. Foto: Stefan Sahli

BAD SÄCKINGEN. Nass war’s, aber die Läufer ließen sich die Laune nicht verderben – und ein Läuferfest war der sechste Bad Säckinger Altstadtlauf am Donnerstag allemal: Mit genau 1074 gemeldeten Startern war der Zuspruch ähnlich groß wie in den Vorjahren. Vielleicht hatten sich aber einige Zuschauer vom suboptimalen Wetter abschrecken lassen, denn so dicht gestaffelt wie in den Vorjahren standen die Zuschauerreihen an Steinbrückstraße und Münsterplatz wohl nicht.

Bei den Bambini und Schülern blieb’s noch trocken, aber dann kam’s teilweise dicke und insbesondere die Läufer des Fitnesslaufes mussten ihren Lauf bei teilweise strömenden Regen absolvieren. Da war es gut, dass die meisten mitlaufenden Teams die Sache nicht bierernst nahmen und kostümiert an den Start gingen: Eine Gruppe ließ das "Sommermärchen" Fußballweltmeisterschaft wieder aufleben, die Hochrhein-Runners liefen im gut behütet mit und einige gefielen sich mit grellen Perücken – sie hätten sich bei dem Regen allerdings ihre Wasserpistolen sparen können, deren Wirkung so bei den Zuschauern verpuffte.

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Nicht ganz so lustig ging’s beim erstmals angesetzten Staffellauf zu, der sich aber als Erfolgsmodell erwies. Gleich beim ersten Mal waren 15 Staffeln am Start, so dass der Lauf wohl fester Bestandteil des Altstadtlaufes bleiben wird.

Wegen der diesjährigen Farbe der T-Shirts war’s ein Läuferfest in Grün. Ein Läuferfest war es nicht nur wegen der Teilnehmerzahl (so viel wie beim Freiburger Nachtlauf), sondern auch wegen der Starter beim "Altstadt-Grand-Prix": 130 Läufer, viele aus der regionalen Spitze, starteten dort. Ausgerechnet um den Besten von ihnen aber gab es Irritationen. Der war nämlich bei seinem Start-Ziel-Sieg ohne Startnummer unterwegs und seine Identität gab Rätsel auf. Von Laufsprecher (und Chef des Organisationsteams) Helmar Burkhart anfangs als "der große Unbekannte" und dann anerkennend als "Spitzenläufer" benannt, stellte er sich am Ende als Vorjahressieger Nicolas Collas aus Rheinach heraus, der mit einer Zeit von 18.32,9 Minuten für die 5850 Meter fast schon an seinem im vergangenen Jahr aufgestellten Streckenrekord von 18,02,1 Minuten rüttelte. Bei den Damen blieb der Sieg in Bad Säckingen, Jeannine Kaskel verwies mit einer Zeit von 21.59,8 Minuten Vorjahressiegerin Tatjana Ragusa auf den zweiten Platz. Ungebrochen blieb eine andere Erfolgsgeschichte: Mira Franzen blieb weiter ungeschlagen und gewann auch ihren sechsten Altstadtlauf in ihrer Altersklasse. Zufrieden können auch die Hochrhein-Runners sein: Ihr Sponsorenlauf von Neustadt nach Bad Säckingen zugunsten des Projekts "Klasse 2000" (wir berichteten) war ein voller Erfolg: 3500 Euro wurden erlaufen und kommen nun dem gesundheitsfördernden Präventionsprogramm an Grundschulen im Hotzenwald zugute.

"Bad Säckingen ist nicht laufmüde" – auch Helmar Burkhart zeigte sich mit dem sechsten Altstadtlauf zufrieden. Insbesondere die Chipmessung – in diesem Jahr wurde erstmals ein an der Startnummer angebrachte Chip zur Zeitnahme eingesetzt – habe sich bewährt, erstmals hätten durchlaufende Läufer mit Namen benannt werden können – wenn sie denn ihre Startnummer trugen.

Autor: Stefan Sahli