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15. Dezember 2011

Ein Schritt zur Auswahl des Berufs

Anschauliche Werbung für naturwissenschaftliche Berufe bei Schülern in der Rudolf-Eberle-Schule in Bad Säckingen.

  1. Biologin Henriette Gruber (links) vom Bildungsnetzwerk Coaching4Future informierte Elftklässler der Rudolf-Eberle-Schule in Bad Säckingen über Berufe und Innovationen der sogenannten MINT-Branche. Foto: Maria Schlageter

BAD SÄCKINGEN. "Wie werden wir arbeiten?", "Wie kommunizieren?" und "wie unsere Umwelt bewahren?" Das sind Fragen, die sich Jugendliche kurz vor ihrem Schulabschluss stellen. Diplom-Biologin Henriette Gruber vom Bildungsnetzwerk Coaching4Future war am Mittwoch in der Bad Säckinger Rudolf- Eberle-Schule zu Gast, um den künftigen Schulabgängern bei der Beantwortung solcher Fragen behilflich zu sein.

Mit multimedialen Präsentationen und interaktiven Exponaten und Experimenten brachte Henriette Gruber den Schülern die Berufsmöglichkeiten und -perspektiven in der sogenannten MINT-Branche (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) näher. "Fächer wie Mathematik oder Naturwissenschaften sind bei den Schülern nicht unbedingt sehr beliebt", weiß Henriette Gruber. "Wir wollen den Schülern daher zeigen, wie interessant und innovativ die Arbeit in den Mint-Berufen ist."

Um das spezielle Interesse möglichst vieler Schüler zu wecken, wird in der Klasse abgestimmt, welche der acht angebotenen Themenfelder behandelt werden soll. Die elfte Klasse der Rudolf-Eberle-Schule entschied sich für die Themen "Unterhaltung" und "Welt retten". Anhand von kurzen Videos und übersichtlichen und verständlichen Animationen über umweltfreundliche Fortbewegungsmittel und Energiegewinnung gelang es Henriette Gruber, die Jugendlichen sichtlich zu begeistern. Beispielsweise konnte das sogenannte Carplane, ein straßenfähiges Flugmodell, die Aufmerksamkeit der Elftklässer wecken. Auch die regenerative Energiegewinnung war ein Schwerpunkt der Präsentation. "Wir fragen uns doch immer, warum diese Windräder so hässlich aussehen", sagte Gruber. Mit Kopfnicken teilten die Schüler diese Aussage. Ein mögliche Lösung seien die Power-Flowers. Sie sehen von weitem aus, wie eine überdimensional große Blume, enthalten jedoch mehrere kleine Windräder. Henriette Gruber zählte anschließend die Berufe auf, die an der Produktion von solchen Power Flowers, Carplanes und anderen technischen Zukunftsvisionen beteiligt sind: "Maschinenbauer, Wirtschaftswissenschaftler, Beschichtungsexperten aber auch Bauzeichner sind alles Berufe, die für unsere Zukunft von Bedeutung sind."

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Das primäre Ziel von Coaching4Future scheint die Diplom-Biologin jedenfalls erreicht zu haben: bei Jugendlichen das Interesse für Mint-Berufe zu wecken und gegen die Vorurteile über diejenigen, die solche Berufe ausüben, anzugehen. "Seit Jahren werden Naturwissenschaftler und Techniker als bieder und langweilig beschrieben. Ich möchte vom Gegenteil überzeugen", erklärt die Biologin.

Die Schüler der Rudolf-Eberle-Schule zeigten Interesse und arbeiteten mit. "Die Resonanz heute war im Vergleich zu anderen kaufmännischen Schulen groß", freut sich Henriette Gruber.

Autor: Maria Schlageter