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19. September 2011

Eine Faszination auf zwei Rädern

Der erste Ride am Rhein war ein Erfolg und der Bürgermeister strahlt in seiner Bikerkluft übers ganze Gesicht.

  1. Viel bestaunt: Motorräder auf dem Münsterplatz Foto: Hildegard Siebold

  2. Ein beeindruckendes Bild boten die rund 200 Harleys in der Innenstadt. Bei der Parade vorne dabei: Bürgermeister Martin Weissbrodt (Foto links) Foto: Hildegard Siebold

  3. Starke Stimme: Sarah Heimann, Frontfrau der Rockband Rich + Famous Foto: Hildegard Siebold

  4. Foto: Hildegard Siebold

BAD SÄCKINGEN. Bad Säckingen war am Wochenende fest in Bikerhand. Harleys wohin man sah. Drei Tage lang versetzten skurrile Biker mit ihren Maschinen der Zweirad-Edelmarke jede Menge Zuschauer ins Staunen und ließen das "erste Ride am Rhein" allen Kritikern zum Trotz zu einem friedlichen Stelldichein werden, das schon jetzt nach seiner zweiten Auflage ruft.

Am Freitagmittag reisten die ersten Harleyfahrer an und sonnten sich sogleich in den bewundernden Blicken der Zaungäste. Und da so gut wie jede Harley-Davidson-Maschine ganz individuell nach den Vorlieben ihres Besitzers gestylt ist, war jedes der schweren Motorräder quasi ein blitz-blank poliertes Unikat. Immer vorne dran, immer mittendrin: Bad Säckingens Bürgermeister Martin Weissbrodt in Bikerkluft und mit freudestrahlendem Gesicht. Er hat das erste Ride am Rhein geboren – unterstützt von der Tourismus GmbH und dem Alemannen Chapter der Harley Owners Group, der regionale Ableger einer weltweiten Biker-Organisation. Der angefressene Harley-Freak stand Weissbrodt ins Gesicht geschrieben, insbesondere, als er am Samstagnachmittag wie ein stolzer Leitwolf die von Polizeimotorrädern eskortierte Harley-Parade durch die Innenstadt anführte.

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Die Invasion der Biker mit donnerndem Motorengeräusch und Benzin geschwängerter Luft ließ selbst den größten Skeptiker nicht kalt. Der Anblick der 200 oder mehr heißen Maschinen, die sich den Weg durch die Zuschauerreihen auf den Münsterplatz bahnten, faszinierte. Das Spektakel füllte die gute Stube der Trompeterstadt bis auf den letzten Winkel. Schaulustige und Biker vereinigten sich zu einem bunten, drangvollen Mix. Alles drehte sich um die Maschinen, denen der feine Staub einer Schwarzwaldrundfahrt anhaftete. Rund 130 Kilometer waren sie gemeinsam gecruist bis zum Schluchsee und von dort wieder zurück an den Hochrhein.

Bikertreffen bescherte der Stadt sehens- und hörenswerte Konzerte

"Harley-Fahrer sind friedliebende Menschen": Diesen Hinweis des Stadtoberhaupts hätte es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gebraucht. Schon am Abend zuvor hatten Biker und Bad Säckinger bei der Country-Night im schmuck herausgeputzten Schlosspark einträchtig miteinander gefeiert. Während die einen sich von der Schweizer Country-Formation Gasoliners mit der jungen Bad Säckinger Country-Röhre Christina Scholz – sie ist ein hoffnungsvolles Eigengewächs des Country-Western-Clubs Bad Säckingen – nach "Sweet Alabama" entführen ließen, rockten andere mit Rich + Famous mächtig ab. Die Formation mit der stimmgewaltigen Frontfrau Sarah Heimann und dem Gitarristen Elle Schlecker inszenierte bis in die Nacht hinein ein wahres Rockfeuerwerk auf der Bühne beim Diebsturm. Das Augenmerk beim Schlosspark-Eingang gehörte dem Rock-Pop-Duo Jenny und Oschi, beide Künstler aus den Gloria-Musicals.

Wahrlich meisterhafte Künstler bot das Harley-Treffen am Samstagabend auf. Mit ihrem Mix aus Pop, Rock und Reggae nahmen die Dicken Fische ihr begeistertes Publikum mit in einen Ozean aus rhythmisch-melodiösen Eigenkompositionen und ausgesuchten Coverversionen und verführten die Menschen mit ihrer Musik ebenso wie die Harleys zuvor mit ihrem satten Sound.

Mehr Bilder vom ersten Bikertreffen      in Bad Säckingen im Internet auf      http://www.badische-zeitung.de

Autor: Hildegard Siebold