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28. September 2009

Faszination pur aus Blech und Chrom

Beim Eggbergrennen hat das Auto aus der Vorkriegszeit die selben Chancen wie der Maserati und die Formel-Rennwagen / Tausende von Zuschauern

  1. Klaus Trella, der 1989 bis 1990 Michael Schumacher trainierte, in seinem GRD Toyota. Foto: Heike Armbruster

  2. Die schönsten Bilder vom Wochenende des Eggbergrennens in Bad Säckingen. Foto: Heike Armbruster

  3. Das wertvollste Auto im Rennen war wohl der Maserati 8CM. Foto: Heike Armbruster

  4. Die schönsten Bilder vom Wochenende des Eggbergrennens in Bad Säckingen. Foto: Heike Armbruster

  5. Die schönsten Bilder vom Wochenende des Eggbergrennens in Bad Säckingen. Foto: Heike Armbruster

  6. Das wertvollste Auto im Rennen war wohl der Maserati 8CM. Foto: Heike Armbruster

  7. Hund Leni fuhr das ganze Rennwochenende auf dem Beifahrersitz mit Foto: Heike Armbruster

  8. Die schönsten Bilder vom Wochenende des Eggbergrennens in Bad Säckingen. Foto: Heike Armbruster

  9. Die schönsten Bilder vom Wochenende des Eggbergrennens in Bad Säckingen. Foto: Heike Armbruster

BAD SÄCKINGEN. Um beim Eggbergrennen mitzumachen, muss man schon ein bisschen verrückt sein – sagen zumindest die Fahrer. Und die müssen es wissen, schließlich waren sie es, die immer wieder mehr als zwei Stunden warteten, um dann in rund zwei bis fünf Minuten den Eggberg hinauf zu knattern. Zum historischen Rennspaß kamen noch der zweite Eggberg-Straßenlauf und das Weinfest im Rathaus-Innenhof.

151 Fahrer waren es, die sich am Samstag und Sonntag mit sichtlichem Vergnügen den 21 Kurven der 4,25 Kilometer langen Rennstrecke vom Waldbad bis zum Eggbergbecken stellten. In der ersten Runde am Samstag konnten die Fahrer, vor allem die Neulinge, erst einmal ein Gefühl für die Strecke und ihre 325 Höhenmeter entwickeln. Im zweiten Lauf wurde dann die Sollzeit ermittelt. Denn anders als bei den Eggbergrennen von einst traten die Fahrer beim historischen Eggbergrennen in einer Gleichmäßigkeitsprüfung gegeneinander an. In den Wertungsläufen galt es also nicht am schnellsten zu sein, sondern möglichst die eigene Sollzeit aus dem zweiten Lauf zu erreichen. Somit hatte der kleine VW Käfer genau die gleiche Chance wie der GRD Toyota F374/6 F3. Der zuletzt genannte Rennwagen hatte allerdings einen Vorteil. Hinterm Steuer saß Ingenieur Klaus Trella, der einst mit Willi Weber den Formel 3-Rennstall WTS gegründet hatte. Den Rennstall, in dem Michael Schumacher groß wurde.

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Der Gewinner des Eggbergrennens hieß dann aber Albrecht Otte. In seinen besten drei Läufen wich der Bayer nur durchschnittlich 0,19 Sekunden von seiner Sollzeit über 5:17,23 Minuten ab.

Für mehrere tausend Zuschauer war es ein Erlebnis so viele unterschiedliche Oldtimer zusammen bei einem Rennen sehen zu können. 23 Vorkriegswagen, viele neuere Tourenautos und einige mehr als drei Jahrzehnte alte Formel- und Rennsportwagen waren dem Aufruf der Organisatoren Klaus Morhammer und Hubert Hottinger gefolgt, viele davon Wiederholungstäter.

Nach den Rennläufen lockte das Weinfest
Besondere Highlights waren neben dem wohl teuersten Auto, dem Maserati 8CM in den italienischen Landesfarben, ein mit Holz angetriebener Mercedes 170 V und natürlich Hündin Leni, die als treue Beifahrerin bei Florian Mößner und Claudia Wagner im Ford F 100 mitfuhr.

Doch nicht nur das Eggbergrennen lockte die Bad Säckinger. Etwas versteckt im Innenhof des Rathauses konnten Weinliebhaber ihrer Leidenschaft für regionalen Rebsaft frönen und in einer Diashow schon am Samstagabend die ersten Bilder vom Eggbergrennen begutachten.

Mit der Resonanz auf das dritte Weinfest und den zahlreichen Besuchern war Organisator Christian Herzog mehr als zufrieden. Einzig die Rotweinecke musste von Freitag auf Samstag umziehen, weil es sich kaum jemand einsam am Hiddigeigei-Brunnen gemütlich machen wollte. Am Samstagabend dann genossen im Innenhof des Rathauses auch viele Fahrer des Eggbergrennens ein gutes Tröpfchen und lauschten den stimmungsvollen Jazzrhythmen der Oliver-Fabro-Band.

Kaum Zuschauer waren dagegen beim zweiten Eggberg-Straßenlauf, dabei war die Zahl der Teilnehmer deutlich angestiegen. Während sich 2008 nur 28 Teilnehmer dem Berglauf mit einer Steigung von elf Prozent stellten, liefen am Samstag 38 Läufer die 4,25 Kilometer, die zuvor den Oldtimern als Rennstrecke gedient hatten. Das Startsignal gab Bürgermeister Martin Weissbrodt.

In 16 Minuten und 23 Sekunden zu Fuß den Eggberg hinauf
Nach nur 16 Minuten und 23 Sekunden überquerte Vassili Kraus vom TuS Lörrach-Stetten die Ziellinie des vom Skiclub Bad Säckingen veranstalteten Berglaufs. Zweiter wurde Felix Köhler vor Nicolas Collas, dem Sieger des Altstadtlaufs. Auch 14 Schüler nahmen am Eggberg-Straßenlauf teil, für sie war jedoch schon nach 1100 Metern Schluss.

Die schönsten Bilder vom 5. Historischen Eggbergrennen, dem 3. Weinfest und dem zweiten Eggberg-Straßenlauf gibt es auf www.badische-zeitung.de

Autor: Heike Armbruster