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23. Juni 2010
Gesucht werden Räume für die Jugend
Kommission stellt klar: Das Jugendhaus, nicht die offene Jugendarbeit, steht auf der Kippe.
BAD SÄCKINGEN (akr). Einmütigkeit in der Struktur- und Sparkommission: Erst nachdem der städtische Jugendreferent Peter Knorre sein Konzept für die Fortführung der Jugendarbeit in Bad Säckingen präsentiert hat, kann über die Zukunft des Alten Gefängnisses als Jugendzentrum entschieden werden. Bis Ende des Jahres hat Knorre Zeit, ein Papier vorzulegen, das sowohl den Grundsätzen des vom Gemeinderat verabschiedeten Jugendleitbilds entspricht, als auch den Schwerpunkt der sogenannten aufsuchenden Jugendarbeit berücksichtigt.
Bürgermeister Weissbrodt machte noch einmal deutlich, dass es in den Diskussionen in den vorangegangenen Sitzung nie darum gegangen sei, sich von der offenen Jugendarbeit zu verabschieden. Zur Disposition gestanden habe lediglich das Alte Gefängnis als Jugendzentrum. Am ersten Leitsatz des Leitbilds, wonach die Jugend Räume brauche, werde nicht gerüttelt. Dass das Jugendhaus nur einen Teil der Bedürfnisse Jugendlicher abdecke, habe auch die Vorsitzende des Jugendparlaments, Cathrin Dembeck, ihm gegenüber deutlich gemacht. Aus den vielen Räumen des Hauses lasse sich mit flexibleren Konzepten mehr machen. Den Bedarf an Straßensozialarbeit, so Weißbrodt weiter, sehe auch Cathrin Dembeck. Ob die Straßensozialarbeit aber etwas bringe, habe sie aber offen gelassen. Noch vor der Sommerpause wolle das Jugendparlament die Ergebnisse einer Umfrage unter Jugendlichen nach deren Bedürfnissen vorlegen.
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Die Fraktionen liegen nicht weit auseinander. "Wir setzen gutes Geld ein und wollen eine gute Gegenleistung", meinte Michael Maier für die Union. Und wenn dies anderswo besser gehe, müsse man sich vom Alten Gefängnis trennen. Andernorts, so Uli Schoo für die SPD, beneide man Bad Säckingen um das Alte Gefängnis. Für die Grünen forderte Michael Koubik zu prüfen, ob die Strukturen noch zeitgemäß sind. Er regte Kooperationen an und für die FDP appellierte Johannes Hansmann, Ausschau nach Alternativen zum Alten Gefängnis zu halten. Entscheidend sei, eine gute und qualifizierte Jugendarbeit zu bekommen, sagte Petra Schwarz-Gröning für die Freien Wähler.
Autor: akr
