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10. Februar 2012

Gesucht wird eine Chefin

Frauengemeinschaft wird derzeit kommissarisch geleitet.

BAD SÄCKINGEN. Die katholische Frauengemeinschaft Bad Säckingen muss ein Jahr ohne Vorsitzende auskommen. Wie gestern berichtet, gelang es in der Hauptversammlung der traditionsreichen Gemeinschaft nicht, eine Nachfolgerin für Irmgard Kläsle zu finden. Sie verzichtete nach acht Jahren auf eine weitere Periode. Kassiererin Anni Kessler, Schriftführerin Ursula Wehrle und die Beisitzerinnen Barbara Steiger und Maria Eckert werden den Verein fortan gemeinsam kommissarisch führen. Bis nächstes Jahr, so sagte Irmgard Kläsle, solle unter den 85 Mitgliedern eine neue Vorsitzende gefunden sein.

Die Führungsprobleme sind eine zusätzliche Sorge der Ortsgruppe, nachdem sich die Hauptversammlung im vergangenen Jahr einer anderen existenzbedrohenden Frage gewidmet hatte: der drohenden Überalterung des Vereins. Dies müsse im Blick behalten werden, meinte Irmgard Kläsle. Auch da werde man nach einem Jahr weiter sehen.

Das traditionelle Znüni bleibt als Morgenveranstaltung der katholischen Frauen erhalten. Da gehört Irmgard Kläsle weiter dem Vorbereitungsteam an. In der Hauptversammlung bezeichnete sie die acht Jahre an der Spitze der Gruppe als schöne, aber auch aufregende Zeit, in der sie viel dazugelernt habe.

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Katholische Frauengemeinschaft: Die Ortsgruppe Bad Säckingen hat aktuell 85 Mitglieder. Katholische Frauengemeinschaften hatten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Frankreich aus Gebetsgemeinschaften entwickelt. Wie lange es die Ortsgruppe Bad Säckingen gibt, ist nicht genau bekannt. Seniorinnen gaben an, dass sich bereits ihre Mütter vor dem Ersten Weltkrieg trafen. Das nächste Znüni ist für Dienstag, 14. Februar, terminiert.

Autor: Ralph Fautz