Herausragende Saison im Waldbad

Gerd Leutenecker

Von Gerd Leutenecker

Di, 11. September 2018

Bad Säckingen

72 350 Gäste hatten in diesem Jahr ihr Vergnügen / Großes Sonnensegel und zentraler Aufsichtsturm sind im Gespräch.

BAD SÄCKINGEN. "Mit die zweitbeste Saison im Waldbad in diesem Jahrtausend", konnte Tom Grether, der Betreiber des Schwimmbadkiosks im Bad Säckinger Waldbad, zum Schluss festhalten. Seit Sonntagabend ist das beliebte Freibad geschlossen. 72 350 Gäste hatten in diesem Jahr ihr Vergnügen im Bad. Zwar reichte 2018 nicht an die Rekordsaison 2003 mit rund 99 000 Besuchern heran, herausragend war sie aber dennoch. Mai und Juni waren beim Wetter etwas durchwachsen, trotz wohltemperiertem Thermalbeckens.

Ganz offiziell war am Sonntag ab 12 Uhr freier Eintritt. Etwas verhalten startete der letzte Tag der Saison. Die üblichen Verdächtigen zogen noch bedächtig ihre Bahnen im großen 50-Meter-Schwimmbecken. Zudem kamen die Stammbesucher. "Ich muss noch meine Sonnenliege heute mitnehmen, deshalb bin ich mit Sohn, den Enkelkindern und einem Auto da", gestand eine Dauerbesucherin ein.

Im Waldbad konnten auch in dieser Saison wieder die sperrigen Utensilien für’s Annehmliche untergestellt werden. Rund um das Waldbad wirkt alles sehr aufgeräumt und einträchtig eingespielt. Das mögen die Stammgäste. Im Übrigen nicht nur aus der Trompeterstadt.

Martin Pusch kommt regelmäßig aus Grenzach-Wyhlen. "Ich bin schon lange Jahre immer im Sommer hier, die temperierten Becken sind klasse und hier kann ich gut essen", sagte Pusch. Die Fans des Waldbades mögen die unterschiedlichsten Details.

Ob Schatten oder sonnenbeschienene Liegeflächen unter dem alten Baumbestand, jeder hat so seine Vorlieben. Für die ganz Kleinen ist der große Wasserspielplatz das Eldorado par excellence. Abbaden war das sonntägliche Motto. Am Nachmittag konnte verkleidet und kostümiert der beherzte Sprung ins Becken gewagt werden.

Eine beliebte Aktion, bei der nicht nur die Kinder ihren Spaß hatten. Vom Piraten bis zur Meernixe war Party angesagt. Ganze Familien sprangen zusammen ins Wasser. Und zur Belohnung für ihre Kostümierung wurden von den Stadtwerken drei Dauerkarten für die kommende Saison verlost. Bei knapp 40 Teilnehmern der Abbadeaktion eine gute Chance zum Gewinn.

Kostenlos gab es neue aufblasbare Wasserbälle für jeden. Den älteren Semestern ist Sekt und Selters gereicht worden. "Ein Stück weit auch Danke sagen" war das sonntägliche Motto für das Team der Bademeister um Christel Spickermann. Schließlich ist in der gesamten Saison kein einziger Unfall passiert. Die Unterstützung der DLRG ist im Waldbad eingeübt und nötig. Aufsicht heißt da auch kleine Hinweise geben, wie sicheres Schwimmen erreicht werden kann. Im kommenden Jahr wird wieder ein Erwachsenenschwimmkurs von der DLRG angeboten. Seepferdchen und Leistungsprüfungen seien das eine, die DLRG achtet aber auch auf die vermeintlich zunehmende Zahl von unzulänglichen "Schwimmern".

Gabriele Wöhrle-Metzger von Seiten der Stadtverwaltung und Martin Ritter von den Stadtwerken genossen ebenso das Abbaden im Waldbad. Ihr Augenmerk war naturgemäß eher auf die kommenden Arbeiten gerichtet. Technik und Modernisierungen stehen jetzt an. Ein großes Sonnensegel am Kinderplanschbecken werde dringend benötigt. Aber auch ein neuer und zentraler Aufsichtsturm für die Bademeister ist für die kommende Saison im Gespräch.