16. April 2009

Hinschauen hilft gegen Mobbing

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BAD SÄCKINGEN (BZ). Die Lehrerinnen und Lehrer der Werner-Kirchhofer-Realschule in Bad Säckingen haben sich zum Thema Mobbing fortgebildet.

Schüler werden gezielt abgepasst, geschlagen und getreten und dabei mit dem Handy gefilmt – Vorfälle solcher Art gab es in jüngster Zeit immer wieder. Diese Filme tauchten dann bei Youtube im Internet auf. Die Polizei ermittelt in einzelnen Fällen gegen die Schläger und den Verbreiter des Gewaltvideos. Auch auf Sozialnetzwerken wie Schüler-VZ wird teilweise massiv Druck gegen Mitschüler aufgebaut, meist ohne dass Eltern oder Lehrer der Stimmungsmacher etwas davon mitbekommen. Erst wenn das Mobbingopfer erkennbare Zeichen zeigt – wie etwa Leistungsabfall, Unlust zur Schule zu gehen oder Zurückgezogenheit – kann eingegriffen werden. Aber wie? Es besteht Informations- und Handlungsbedarf auf Seiten aller Erziehenden, bei Lehrkräften und Eltern.

Dem Informationsbedarf kam das Kollegium der Werner-Kirchhofer-Realschule jetzt in einer ganztägigen Fortbildung durch die Psychologin Eva Wegener nach. In Rollenspielen übten die Lehrer, mit welchem Verhalten die Gleichaltrigen Mobbing im Ansatz ersticken können – der Schlüssel zur Prävention ist das Verhalten der Mitschüler. Nur wenn weggesehen wird, können die Täter den Druck ständig steigern und ihre Opfer so in soziale Vereinsamung und Verzweiflung treiben. Das Kollegium wird die neuen Erkenntnisse nun in das seit Jahren erfolgreiche Streitschlichter- und Teamentwicklungsprogramm integrieren. "Mit dieser Fortbildung haben wir ein wichtiges Puzzlestück für unsere pädagogische Arbeit hinzugefügt", meint H. Steuber, Lehrer einer siebten Klasse. "Ob wir diese seelischen Grausamkeiten besser verhindern können, hängt aber letztlich von der sozialen Kompetenz der Kinder und Jugendlichen ab." Diese weiter zu fördern,wird auch in Zukunft ein Hauptanliegen der Lehrerinnen und Lehrer der Werner-Kirchhofer-Realschule sein.  

Autor: bz



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