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07. Oktober 2017

Leserbriefe

ZUKUNFT DES SPITALS

Lösungen zum Erhalt wurden nicht gesucht
Zur Diskussion über die Zukunft des Spitals Bad Säckingen
Vermutlich ist schon alles beschlossen. Das Spital wird geschlossen und alle werden sagen: Wir haben alles versucht.

Hätte man rechtzeitig auf die Einwände und zahlreichen Hinweise der fachlich erfahrenen Belegschaft und des Fördervereins gehört, es wäre vielleicht nicht ganz optimal, aber das Spital würde ganz sicher weit besser dastehen als es jetzt ist. Aber die Firma Kienbaum musste ja wieder als Unternehmensberatung geholt werden. Dies obwohl die Erfahrung gezeigt hatte, dass diese schon einmal sehr schlecht gearbeitet hatte. Außer viel Geld auszugeben ist dabei nichts, aber auch gar nichts rausgekommen.

Dann eine Frau Jeitner als Geschäftsführerin, die wohl ebenfalls viel Geld gekostet haben dürfte und für eine weitere massive Verschlechterung und Verschleierung der finanziellen Situation der Spitäler Hochrhein GmbH gesorgt haben dürfte. Mit diesem verschleuderten Geld hätte man wohl schon ein erhebliches Stück sanieren können.

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Immer wieder wurden die politisch und unternehmerisch Verantwortlichen darauf hingewiesen, dass die Spitäler bei Umsetzung der von der Geschäftsleitung vorgeschlagenen Konzepte wohl noch mehr in Schieflage geraten werden. Der Verdacht liegt nahe, dass die Mitarbeiter, wie auch die Bürger im gesamten Landkreis, über nahezu zwei Jahre bewusst belogen wurden. Immer wieder wurde von den Verantwortlichen um Vertrauen gebeten. Immer wieder wurde danach aber noch alles viel schlechter. Da ich selbst bei vielen Gesprächen dabei war, kann ich bestätigen, dass vielen Beteiligten der Politik und der Gesellschafter immer wieder Wege aufgezeigt wurden, welche das Spital wieder auf Kurs hätten bringen können. Aber dies wollte wohl niemand der Verantwortlichen hören.

Angefangen hatte alles damit, dass einer unserer früheren Chefärzte früher als geplant in den Ruhestand ging, weil wohl ein ordentliches Arbeiten in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung nicht mehr möglich war. Auch darüber wurden die Verantwortlichen informiert. Ergebnis: Keines. In der Folge wurde weitere Chef- und Oberärzte derart schlecht behandelt, dass weitere Ärzte und Pflegepersonal kündigten. Auch darüber wussten die Verantwortlichen Bescheid. Ergebnis: Keines.

Nun sollen diese bitte schön nur nicht sagen: Wir haben alles versucht. Ganz im Gegenteil. Lösungen zum Erhalt des Spitals Bad Säckingen wurden nicht gesucht und wollten auch nicht angenommen werden. Mitarbeiter wie Bevölkerung wurden systematisch belogen. Selbst als Minister Lucha sagte, dass das Spital in Bad Säckingen für die nächsten Jahre als Zwischenlösung ertüchtigt werden müsse, war dies aus heutiger Sicht wohl nur eine einzige große Lüge.

Aber da die Krankenhausversorgung im Kreis Waldshut von allen, die das Spital heruntergewirtschaftet und schließen wollen, als gut bezeichnet wird und alles was schief läuft anscheinend vertuscht wird, werden wir nicht nur im westlichen Landkreis um ein gutes Spital betrogen. Freiburg gibt die Not mit den vielen Patienten aus dem Landkreis erst zu und kurz darauf scheint alles nicht so schlimm. Wer hat da die Aussage zurückgepfiffen?

Wir aber wollen und brauchen eine gute stationäre und eine vollständige Notfallbehandlung mit allem, was dazu gehört. Dies ist der Landkreis allen Bürgern schuldig. Die Bürger können schließlich nichts dafür, wenn die Träger des Spitals derart unverantwortlich mit Millionen von Euros umgehen.

Ich denke, wir wünschen und fordern für uns alle eine gute und sichere Krankenhausversorgung, im östlichen und westlichen Teil unseres Landkreises.

Annette Burkart, Bad Säckingen



INTERNET IN HARPOLINGEN
Manche sind gleicher
Zum Artikel: "Harpolinger fühlen sich ausgegrenzt", BZ vom 5. Oktober
Es sind alle Gleich, nur manche sind Gleicher... Als Betroffener dieses "unterversorgten Gebietes" kann ich mir nur wünschen, dass bald irgendein Politiker, der vor wenigen Wochen noch tolle Wahlversprechen abgegeben hat, sich hier einmal eine Immobilie zulegt. Dann wäre das Problem der Internet-Unterversorgung schnell gelöst. Auch unser Bürgermeister wohnt ja leider in dem Teil des Dorfes, welches "bestens" von Unity Media versorgt wird... – sonst würde sich vermutlich schnell eine Lösung finden.

Autor: Christoph Schneider, Bad Säckingen