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02. Juli 2010

Nach 13 Jahren "genug geschwätzt"

123 Abiturienten des Scheffelgymnasiums feiern den Abschluss / Lienemann fordert dazu auf, andere Weg als die üblichen zu gehen.

  1. Zahlreiche Schüler des Jahrgans 2010 wurden mit Lob oder Preisen geehrt. Foto: Jörn Kerckhoff

BAD SÄCKINGEN. Wer 13 Jahre Schule hinter sich gebracht hat, der darf schon mal ein wenig feiern. Gefeiert haben die 123 Abiturienten des Scheffelgymnasiums seit dem Ende der mündlichen Prüfungen vermutlich mehrfach, am Mittwoch fand aber im Kursaal der traditionelle Abiball statt, bei dem es dann auch endlich die Zeugnisse gab.

Damit ist die Schulzeit für den Jahrgang 2010 endgültig vorbei. Aber bevor nun für alle ein neuer Lebensabschnitt beginnt, trafen sie sich nochmal, um mit Eltern, Geschwistern und Lehrern das Ende des zurückliegenden zu feiern. Mächtig in Schale geworfen hatten sich alle, um standesmäß zum Abiball zu erscheinen, bei dem es ernst, melancholisch, pathetisch aber vor allem heiter zuging. Die Reden des offiziellen Teils sollten die Schüler einerseits verabschieden und andererseits auf das Bevorstehende einschwören.

Rektor Albrecht Lienemann forderte die Abiturienten auf, mutig zu sein, gerade in Zeiten, in denen ständig von Krisen die Rede sei, auch mal andere Wege als die üblichen zu gehen. Lienemann brachte als Beispiel den Hochspringer Dick Fosbury, der den heute üblichen Sprungstil, den Fosbury-Flop, entwickelte. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko gewann er mit diesem Stil die Goldmedaille. Andere hatten ihn vorher für verrückt erklärt und wollten ihn in den Zirkus schicken.

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"Es wird immer Menschen geben, die Sie in den Zirkus schicken wollen. Wir wünschen Ihnen den Mut, zu ihrer eigenen Meinung zu stehen", verabschiedete Albrecht Lienemann die Entlassschüler. Äußerst unterhaltsam fiel die Abirede von Johannes Hapig aus. Zwar gab er gleich am Anfang zu, dass es nicht unbedingt seine Stärke sei, sich kurz zu fassen, die Ankündigung, dass nach seiner Rede das Buffett eröffnet sei, rang den Anwesenden aber dann doch noch die Geduld ab, seinen Worten zu lauschen. Ein wenig Angst hätten sie alle schon, vor dem was jetzt auf sie zukommt, gestand Hapig. Und er stellte die Frage, wie man glücklich wird. Antwort fand er in einem afrikanischen Sprichwort. "Haba na haba - Stück für Stück", laute die Antwort.

In seiner Rede dankte Hapig auch den Lehrern. Als coole Schüler hätten sie das nicht sagen können, aber sie hätten ihren Lehrern doch einiges zu verdanken. "Nach 13 Jahren ist irgendwann auch mal genug geschwätzt", zitierte Hapig am Ende seiner Rede seinen Englischlehrer.

Neben den Zeugnissen für alle, gab es für einige Schüler auch noch Lob oder Preis für besondere schulische Leistungen und verschiedene Sonderpreise. Preise erhielten Lynn Hansen, Johanna Schlögl, Matthias Senger, Rauda Khaddam-Aljameh, Miriam Hapig, Marco Götz, Monika Laible, Elena Ebner, Johannes Hapig, Felix Kohlbrenner, Elena Ricken, Jessica Wochner, Madeleine Schmidt und Maximilian Weissbrodt.

Der Scheffelpreis für Deutsch sowie die Franz-Schnabel-Medaille für Geschichte erhielt Johannes Hapig. Kevin Kratz bekam den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für Physik. Den Sonderpreis für Chemie von der Firma DSM erhielt Jessica Wochner. Natalie Wachter bekam den Preis für moderne Fremdsprachen vom Freundeskreis.

Militant Lota und Elena Ricken wurden mit dem Preis des Elternbeirats für besonderes Engagement für die Schulgemeinschaft geehrt. Domenic Geiger bekam die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille für Sport, der Preis für Informatik ging an Lynn Hansen und Johanna Schlögl. Lynn Hansen teilte sich mit Alice Weber auch den Fachpreis für Sport. Den Fachpreis Musik erhielt Markus Maier.

Ein Lob erhielten Natalie Wachter, Alice Pfohl, Sarah Schupp, Timo Schmidt, Nils Jäger, Kevin Kratz, Joel Blumberg, Carol Michel, Marie Giesen, Jessica de Koning, Melanie Stenzel, Markus Maier, Julia Großmann, Laura Eberhard, Julia Sulger, Rebecca Henne, Patricia Kammerer und Yasin Gündüz.

Autor: Jörn Kerckhoff