Naturdenkmal in Rippolingen wird ersetzt

Jörn Kerckhoff

Von Jörn Kerckhoff

Do, 13. September 2018

Bad Säckingen

Der Ortschaftsrat möchte eine neue Schwarzerle am Ortseingang pflanzen / Keine Einwände für Neubau eines Schuppens.

BAD SÄCKINGEN-RIPPOLINGEN. Auch an Naturdenkmälern geht die Zeit nicht spurlos vorüber. So hat die Schwarzerle am Ortseingang von Rippolingen ihre beste Zeit wohl hinter sich. Gefällt werden soll sie zunächst nicht, aber eine andere Schwarzerle soll nun in unmittelbarer Nähe gepflanzt werden und das alte Gehölz auf absehbare Zeit ersetzen. Das beschloss der Ortschaftsrat Rippolingen in seiner Sitzung am Dienstag.

Absterbende Äste und morsche Stellen setzen der Schwarzerle mehr und mehr zu, stellt der Umweltbeauftragte der Stadt, Ralf Däubler, in einem Brief an den Ortschaftsrat fest. Außerdem treibt der Baum nicht mehr richtig aus und sieht insgesamt recht mitgenommen aus. Eine akute Gefahr gehe von dem Baum – laut Däubler die älteste Schwarzerle in der gesamten Verwaltungsgemeinschaft – aber nicht aus. Dass er abknicken und auf die Straße fallen könnte, sei nicht zu befürchten. Weil das Gewächs zu den Naturdenkmälern der Stadt Bad Säckingen gehört und ortsbildprägend für Rippolingen sei, könne daher von einer Fällung des knorrigen Baumes erst einmal abgesehen werden. Durch regelmäßige Begutachtung und etwaige Pflegemaßnahmen sei die Sicherheit gewährleistet, so Däubler. Allerdings sei absehbar, dass die Schwarzerle – das genaue Alter weiß auch Däubler nicht – langsam absterben werde.

Daher empfahl die Stadt dem Ortschaftsrat, über eine Neupflanzung zu beraten, um den Baum zu ersetzen und somit das Bild des Ortseingangs aus Richtung Bad Säckingen für die kommenden Jahrzehnte beizubehalten. In halber Besetzung, anwesend waren nur Ortsvorsteher Friedrich Schupp, sowie die Ortschaftsräte Karin Butz-Laule und Martin Kramer, fand die Beratung statt.

Alle drei sprachen sich für die geplante Neupflanzung aus. Martin Kramer war zwar der Meinung, dass der alte Baum entastet und bis auf zwei Meter Höhe abgesägt werden sollte, um einerseits mehr Sicherheit zu gewährleisten, andererseits aber Lebensraum, etwa für Insekten zu erhalten. Er gab sich aber mit der Erklärung zufrieden, dass ein Baum, von dem nach Expertenmeinung keine Gefahr ausgeht und noch nicht abgestorben sei, weiter erhalten werden sollte.

Die Neupflanzung könnte in der nächsten Pflanzperiode erfolgen. Miteinbezogen werden könnte dabei die Grundschule, die sich ohnehin an der Pflanzaktion "Plant-for-the-planet" beteiligt, so die Idee von Ralf Däubler. Der Baum könnte innerhalb dieser Aktion am 20. Oktober gepflanzt werden, schlägt der Umweltbeauftragte vor. Friedrich Schupp möchte diese Idee an die Schule weitergeben.

Der Ortschaftsrat hatte keine Einwände gegen den Neubau eines Werk- und Holzlagerschuppens zur Erweiterung einer ortsansässigen Zimmerei. Der Abstand zu den umliegenden Straßen und den Nachbarn sei ausreichend, stellte Ortsvorsteher Schupp fest. Entschieden wird im Stadtrat Bad Säckingen. Ortschaftsrat Martin Kramer regte an, dem Bauherrn mit auf den Weg zu geben, eventuell eine Brandschutzwand zu den anderen Gebäuden des Betriebes zu errichten.