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06. September 2011
Neuer Schwung für die Partnerschaft mit Näfels
16-köpfige Delegation aus Bad Säckingen war am Wochenende bei Gründungsversammlung dabei / Offen für weitere Begegnungen.
BAD SÄCKINGEN (mig). Die Beziehungen zwischen Bad Säckingen und der in der Einheitsgemeinde Glarus-Nord aufgegangenen Partnergemeinde Näfels bekommen neuen Schwung: Am Samstag wurde im historischen Tolderhaus von Näfels der Verein "Freunde von Säckingen" gegründet. Dessen Präsidentin ist Regula Hauser-Wicky.
"Es war ein tolles Ereignis", erklärte Winfried Ays, der Vorsitzende des Freundeskreises Näfels, gestern auf Anfrage der Badischen Zeitung. Er war zusammen mit einer 16-köpfigen Delegation aus Bad Säckingen zur Gründungsversammlung nach Näfels gefahren. Man merkte ihm die Freude darüber an, dass der 1997 gegründete und 160 Mitglieder zählende Verein aus der Trompeterstadt nun ein Gegenstück in der Schweiz hat. Insgesamt waren 70 Personen anwesend, und 30 erklärten sich spontan bereit, dem neuen Verein beizutreten.
Anfang August war eine sechsköpfige Delegation aus der Schweiz zum Sommerfest in den Münsterpfarrgarten gekommen, um Kontakte zu knüpfen und zu intensivieren. Der Hintergrund ist die Kommunalreform im Kanton Glarus, bei der 25 Gemeinden zu drei neuen Großgemeinden zusammengefasst wurden. Das 4000 Einwohner zählende Näfels ging dabei in der Gemeinde Glarus-Nord auf. Die historischen Beziehungen von Näfels zu Säckingen sollen auch nach der Fusion nicht verloren gehen, sondern vertieft werden – es gab in Näfels zwar schon eine Art Freundeskreis, aber ohne festen Vereinsstatus. Regula Hauser-Wicky möchte neben den politischen Kontakten vor allem die Freundschaften und Beziehungen auf privater Ebene pflegen.
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Bei der Gründungsversammlung am vergangenen Wochenende stellte Hermann Ays, der Cousin von Winfried Ays, sein neues Buch "Der heilige Fridolin und seine Zeit" vor und konnte gleich 20 Exemplare verkaufen. Präsentiert wurde auch die CD "Viola da braccio in der Hilariuskirche von Näfels" des aus Bad Säckingen stammenden Bratschisten Martin Hahn, der zusammen mit einem Pianisten und der Sängerin Heidrun Maria Hahn für eine hochkarätige musikalische Umrahmung sorgte. Winfried Ays gab einen Abriss von der Tätigkeit des Freundeskreises Näfels in den vergangenen 14 Jahren und trug ein Gedicht vor, das wie ein Brennspiegel das Anliegen der Vereine zusammenfasst: Die ständige Offenheit für Begegnungen, Sinn für die – gemeinsame – Geschichte und die Bereitschaft, auch Konflikte zu überwinden. "Ein Politiker hat mir einmal gesagt, dass er einen größeren Weitblick habe, seit die Gemeinden ihre Partnerschaft pflegen", berichtete Winfried Ays.
Besondere Dankesworte galten Fridolin Hauser, dem Motor der Städtepartnerschaft. Er wurde zusammen mit Winfried Ays und Bad Säckingens Hauptamtsleiter Peter Lau, der auf politischer Seite für die Städtepartnerschaft zuständig ist, zum Ehrenmitglied ernannt. Und ein erstes gemeinsames Projekt steht schon fest: Am 22. Oktober werden die Bad Säckinger nach Näfels fahren und, auf den Spuren des heiligen Fridolin wandelnd, mit den Schweizern zusammen zu einer Wanderung durch den Kanton Glarus aufbrechen.
Autor: mig
