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02. Dezember 2010

Pflegearbeit weniger belastend gestalten

Patienten sollen neue Wege und Perspektiven für mehr Lebensqualität aufgezeigt werden.

  1. Ruth Eberle, Carmen Steinmetz-Ehrt und die Kinaesthetics-Gründer Lenny Maietta und Frank Hatch (vorne von links) zeichneten Sozialstationen und Tagespflegeeinrichtungen aus. Foto: Michael Gottstein

BAD SÄCKINGEN. Die Alten- und Krankenpflege ist ein anspruchsvoller Beruf. Umso wichtiger ist es, Strategien zu entwickeln, wie die Belastungen für das Personal reduziert werden können. Die Sozial- und Tagespflegestationen des Caritasverbandes Hochrhein haben daher an einem Kinaesthetics-Schulungsprogramm teilgenommen und erhielten nun von dessen Begründern Lenny Maietta und Frank Hatch im Bad Säckinger Kursaal Auszeichnungen.

Bei Kinaesthetics geht es um die Wahrnehmung der eigenen Bewegungen und die Frage, wie das Pflegepersonal selbige effizienter gestalten kann, um seine Arbeit auf eine weniger belastende und weniger anstrengende Art zu verrichten. Mit diesem Wissen könnten Pfleger Patienten Wege aufzeigen, wie sie sich besser bewegen, selbstständiger werden und mehr Lebensqualität gewinnen können.

Angeregt durch den Caritasverband der Erzdiözese Freiburg machten sich die drei Tagespflegen und die vier Caritas-Sozialstationen im Landkreis Waldshut sowie die kirchliche Sozialstation Rheinfelden auf den Weg, um sich in Zusammenarbeit mit Maietta-Hatch-Kinaesthetics entsprechende Kompetenzen zu erwerben. Rolf Steinegger, Vorstandsmitglied im Caritasverband Hochrhein, dankte den Mitarbeitern, die viel Zeit und Arbeit in die Kurse investiert hätten. Ruth Eberle, Fachreferentin beim Caritasverband der Erzdiözese Freiburg, erklärte, dass die Caritas die betriebliche Gesundheitsförderung als wichtige Aufgabe ansehe. Schließlich gelte es, mit Blick auf den Fachkräftemangel das Personal zu binden. Dank der Schulung gibt es nun 22 zertifizierte Anwender für Kinaesthetics am Hochrhein.

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Zur Verleihung der Urkunden waren die aus den USA stammenden Gründer Lenny Maietta und Frank Hatch sowie Carmen Steinmetz-Ehrt, die Geschäftsführerin der Kinaesthetics-Ländervertretung für Deutschland, in den Kursaal gekommen. "Ich glaube an den Menschen", erklärte Lenny Maietta und fuhr fort: "Nur wenn Menschen andere Menschen unterstützen, bauen wir eine bessere Welt." Die Anwender stellten den Alltag eines Sozialstationsmitarbeiters vor und demonstrierten, wie die Pfleger dank der neuen Erkenntnisse die eigene Gesundheit schonen und die Patienten mobilisieren könnten. Beispiele kunstvoller Körperbeherrschung zeigte der Zirkus Papperlapapp.

Der Urkundenverleihung vorausgegangen war ein Gottesdienst im Münster.

Autor: Michael Gottstein