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20. Oktober 2017 15:21 Uhr

Spitäler-Betriebsrat spricht sich gegen Schließung aus

Der Betriebsrat der Spitäler Hochrhein GmbH sieht eine etwaige Schließung des Spitals Bad Säckingen kritisch. Das geht aus einer Mitteilung vom Freitagnachmittag hervor.

  1. Der Betriebsrat sieht eine etwaige Schließung des Spitals Bad Säckingen kritisch. Foto: Manuel Fritsch

Auch der Betriebsrat der Spitäler Hochrhein GmbH will die jüngsten Entwicklungen rund um die Spitäler Hochrhein GmbH nicht unkommentiert lassen. Am Mittwoch hatte Spitäler-Geschäftsführer Hans-Peter Schlaudt drei Varianten zur Zukunft der Spitäler in Waldshut und Bad Säckingen vorgestellt (die BZ berichtete). Eine Variante sieht auch die Schließung des Spitals Bad Säckingen vor. Am Mittwoch wird es eine Kreistagssitzung zu dem Thema in der Gemeindehalle in Unterlauchringen geben.

Der Betriebsrat sei "über die Vorschläge der Geschäftsführung zur Zukunft der Spitäler Hochrhein nicht überrascht – aber dennoch geschockt", heißt es in der Mitteilung. Die Schieflage des Unternehmens hätten nicht Mitarbeiter zu verantworten – daher dürften notwendige Veränderungen nicht zu deren Lasten gehen.
"Würde die Variante drei beschlossen werden (die die Schließung von Bad Säckingen bedeuten würde, Anm. d. Red.), dann hätten wir standortübergreifend mit Arbeitsplatzverlusten zu rechnen. Das muss auch in den Köpfen der verantwortlichen Politiker ankommen", so der Betriebsrat. "Wir mahnen die politischen Versprechen an, die man der Belegschaft öffentlich mehrmals gegeben hat, dass es durch die Umstrukturierungen keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird." Aufgrund des bekannten Fachkräftemangels sollte mit einer zukunftsorientierten Personalplanung das vorhandene Personal gebunden werden. "Wir wurden oft gebeten um Vertrauen bei der Belegschaft zu werben – jetzt ist die Zeit gekommen dieses Vertrauen zurück zu geben", findet der Betriebsrat.

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Die Versorgung der Patienten scheine "schon lange kein Thema mehr in dieser Diskussion zu sein". Die Situation für die Mitarbeiter am Standort Waldshut sei "aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens sehr belastend, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten". Im Spital Bad Säckingen sei es "für die Mitarbeiter erdrückend, nicht zu wissen was die Zukunft bringt". Der Betriebsrat bitte "um eine sachlich geführte Debatte, unter Einbeziehung aller in den vergangenen Jahren gemachten Fehlentscheidungen, bei der alle Patientinnen und Patienten genauso Respekt verdienen wie die standortübergreifende Zukunft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter".

Autor: bz