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30. Juni 2008

Die Blume der Liebe

Zum 250. Geburtstag schenkte die BTT ihrem Schlosspark eine neue Rosenzüchtung

  1. Mit spritzigem Winzersekt taufte Ursula Cantieni gestern die neue Rosenzüchtung „Badenweiler – Fleur d’amour“. Foto: Sigrid Umiger

BADENWEILER Von der Badenweiler Kurparkgärtnerei aufwärts in den Schlosspark strömten gestern Hunderte von Besuchern zur Taufe einer neu gezüchteten Rose. Hautnah erleben wollten die Gäste nicht nur die Königin der Blumen, sondern auch deren prominente Taufpatin, Ursula Cantieni.

Den Weg zum Lieblingsplatz der Großherzogin Hilda und den Platz selbst hat das Team der Kurparkgärtnerei neu angelegt und aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Die Rose, Geschenk der Badenweiler-Thermen-Touristik (BTT) zum 250. Geburtstag des Parks, wurde richtig platziert: sonnig und gut durchlüftet.

Bürgermeisterstellvertreter Hansjörg Thoma gratulierte der Gärtnerei, die sich mit einem zweitägigen Fest samt reichhaltigem Programm für die Besucher öffnete, und betonte: "Es ist eine Ehre, dass Ursula Cantieni unsere Rose tauft."

Der Auggener Schäf-Winzersekt sei gut angewärmt, um der Rose den Morgentau zu geben, in dem sie am schönsten erstrahlt, sagte Ursula Cantieni, bevor sie mit sprühendem Charme und spritzigem Nass die Blume auf "Badenweiler – Fleur d’amour" taufte. Man sollte Rosen nur kaufen, wenn sie in der Heimat blühen, und sie im Garten nicht gleich schneiden, so die Schauspielerin: "Sie hat doch nur eins im Sinne, Bienen anlocken und sich fortpflanzen."

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Der göttlichen Rose gab die Pfarrerin Renate Krüger den kirchlichen Segen: "Züchter arbeiten mit der Natur Gottes. Nur so entsteht ein Wunderwerk."

Die BTT sei dankbar für zwei besonders glückliche Personalentscheidungen, erklärte der Technische Leiter Eugen Reinwald. Zum einen sei das Kurparkgärtner Harald Schwanz, der in die Fußstapfen seiner berühmter Vorgänger trete, zum anderen die "charmante, intelligente" Angelika Lesniak. Er dankte dem Verein "Freunde zur Pflege des Kurpark", dessen stellvertretender Vorsitzender er ist, für vielfältige Hilfe. Drei Jahre nach der Gründung zählt der Verein 200 Mitglieder. "Wir schützen unseren Park notfalls auch gegen Widerstände. Dieses unvergleichliche Paradies ist eine Harmonie, die der Seele gut tut. Das ist nicht mit Geld aufzuwiegen", betonte Reinwald. Danach wurde kulinarisch gefeiert.

Autor: Sigrid Umiger