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11. Februar 2010
Die Markgräfler sind wetterfest
Blechschäden, verspätete Schüler und ein ausgefallener Bus sind die Bilanz des gestrigen Wintertages / Insgesamt wenig Unfälle.
MARKGRÄFLERLAND. Klirrende Kälte und rutschige Straßen – erneut hat der Winter Einzug gehalten. Mit Folgen für den Berufsverkehr, denn am Mittwochmorgen waren die Straßen extrem glatt und so manches Auto rutschte von der Straße. Schon in den vorherigen Wochen hatte der Winter die Markgräfler voll im Griff – allerdings nicht nur zu deren Nachteil, wie eine Umfrage zeigte.
Verkehr: Auch wenn gestern ein Milchlaster in Badenweiler auf schneeglatter Fahrbahn auf ein geparktes Auto rutschte und es andernorts im Zuständigkeitsbereich des Müllheimer Reviers zu mehreren Unfällen mit Blechschäden gekommen ist, sieht die bisherige Winterbilanz aus Sicht der Polizei noch recht gut aus: "Kein großer Anstieg von Verkehrsunfällen", heißt es beim Revier in Müllheim.Taxis: Sehr viel mehr als sonst klingelte gestern das Telefon beim "Markgräfler Taxi", wie Geschäftsführer Ilir Balija sagte. "Da die Straßen nicht rechtzeitig geräumt waren, konnten wir viele Anrufer nur mit Verspätung abholen", sagte er. Da die Fahrer gut geschult seien und die Fahrzeuge mit Winterreifen ausgestattet, sei es zu keinen Zwischenfällen gekommen.
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Öffentlicher Nahverkehr: Auch die die SWEG hatte gestern "heftige Probleme", erklärte der Müllheimer Betriebsleiter Martin Behringer. Mit bis zu 30 Minuten Verspätung mussten die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel rechnen. Eine Tour ist laut Behringer sogar ganz ausgefallen. Dass die Autofahrer auf den Straßen vorsichtig fahren, sei zwar gut, koste die Busse aber Zeit, so Behringer. Ansonsten waren Busnutzer in diesem Winter eher auf der sicheren Seite. Zwar sei es wegen Schneeglätte schon zu Verzögerungen gekommen, aber ohne Einschränkungen des Busverkehrs.
Schüler: Weil sich die Busse gestern verspäteten, kamen auch Schüler zu spät zum Unterricht, was "aber nicht weiter tragisch" war, wie Heribert Hertramph als Schulleiter des Markgräfler Gymnasiums Müllheim sagte. Auch Angelika Haarbach, Leiterin der Alemannen-Realschule, zeigte Verständnis. Sie habe scharenweise Schüler beobachtet, die zu spät gekommen seien. Es habe sich aber nur um wenige Minuten gehandelt. Bei solchen Wetterlagen sei das schon in Ordnung.
Freizeit: Die Balinea- Therme in Bad Bellingen und die Cassiopeia-Therme in Badenweiler zählten bei viel Schnee weniger Besucher als sonst. "Als ob die Leute in einen Kurzurlaub fliehen wollten", erklärte Cassiopeia-Leiterin Heike Kleber die dennoch hohe Nachfrage nach Wellnessangeboten. Andere suchten den Schnee bewusst: Mehr Skifahrer als im Vorjahr hätten sich zu den Skikursen angemeldet, sagte Raimund Haaf, Leiter des gleichnamigen Schuh- und Sportgeschäfts in Müllheim. Das Sportgeschäft Schmitt bestätigte, dass schon recht früh und mehr Ausrüstungen als sonst für die Piste ausgeliehen worden seien.
Autor: Christina Böhm, Jasmin Stöckle und Andrea Drescher


