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26. Januar 2012
Gemeinderat
Keine Photovoltaikanlage auf dem Klärwerk-Areal
Die Freilandanlage kommt nicht: der Gemeinderat Badenweiler nimmt Abschied vom Photovoltaikvorhaben auf dem Areal Klärwerk.
BADENWEILER. Projekte zur Umsetzung der Energiewende sehe die Gemeinde Badenweiler als Pflichtaufgaben, wie Bürgermeister Karl-Eugen Engler in der Ratssitzung am Montag betonte. Dazu gehören energetische Gebäudesanierungen, der Ausbau des Fernwärmenetzes und die Nutzung von Sonnenenergie. Nicht umgesetzt wird aber das vor zwei Wochen angedachte Vorhaben einer Photovoltaik-Freilandanlage auf dem Areal altes Klärwerk.
Die Gesellschaft Bürgerbeteiligungsmodell Regiosonne sucht in Badenweiler Standorte für Photovoltaikanlagen. Klaus Preiser, Geschäftsführer von Regiosonne und der Badenweiler-Energie-Gesellschaft (BaEnG), hatte dem Gemeinderat vor zwei Wochen unter anderem eine Anlage auf der Freifläche des Areals der alten Kläranlage vorgeschlagen. Dort könnten bodennahe Module mit einer Spitzenleistung von 250 Kilowattpeak installiert werden. Voraussetzung wäre aber die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes. Nach einem Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates war das Vorhaben zurückgestellt und das Thema auf die jüngste Gemeinderatssitzung vertagt worden.Werbung
In dieser Sitzung informierte Bürgermeister Karl-Eugen Engler, dass die Gemeindeverwaltung inzwischen weitere Informationen über den Standort eingeholt habe. Ergebnis sei, dass der Standort Kläranlage grundsätzlich für den Bau und die Nutzung einer Photovoltaik-Freilandanlage geeignet sei. Allerdings könnte die Aufstellung des erforderlichen Bebauungsplans aus naturschutzrechtlicher Sicht ein sehr umfangreiches Verfahren werden, einhergehend mit voraussichtlich hohen Kosten, wie der Bürgermeister zu bedenken gab. Aus wirtschaftlichen Überlegungen schlage die Verwaltung daher vor, von diesem Standort Abschied zu nehmen, erläuterte Karl-Eugen Engler.
Dem pflichtete der Gemeinderat einstimmig bei, zumal auch wegen der möglichen Dauer des Verfahrens die zeitlichen Vorgaben nicht erfüllt werden könnten. Die vorgesehene Photovoltaikanlage hätte nämlich spätestens Ende Juni 2012 in Betrieb gehen sollen, um der geplanten Kürzung der Einspeisevergütung ins Stromnetz zuvorzukommen.
Realisieren will die Bürgerbeteiligungsgesellschaft Regiosonne aber noch vor dem Stichtag die vom Gemeinderat bereits beschlossenen Photovoltaikanlagen auf den Dächern von kommunalen Gebäuden in Badenweiler. Insgesamt soll dadurch eine Spitzenleistung von 95 Kilowattpeak erzielt werden. Installiert werden die Module auf den Dächern von René-Schickele-Schule und Turnhalle in Oberweiler, auf Grundschulfiliale und Sporthalle in Schweighof und auf dem Feuerwehrgerätehaus in Badenweiler.
Autor: Sigrid Umiger
