Neues Auto für Feuerwehr

Silke Hartenstein

Von Silke Hartenstein

Mo, 10. Dezember 2018

Badenweiler

Gemeinderat Badenweiler vergibt Aufträge / Kosten: 354 600 Euro.

BADENWEILER (sil). Voraussichtlich zur Jahreswende 2019/2020 wird das neue Löschgruppenfahrzeug LF 10 für die Badenweiler Abteilung der Feuerwehr des Kurorts eintreffen. Dafür vergab der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Aufträge.

Das neue LF 10 soll das vorhandene Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 ersetzen, da das mittlerweile 46 Jahre alte TLF aus feuerwehrtechnischer Sicht nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Die Anschaffung des neuen LF 10 in Höhe von insgesamt 354 672 Euro steht im Einklang mit der vom Gemeinderat 2016 beschlossenen Feuerwehrbedarfsplanung und dem darin verankerten Beschaffungsbedarf von Feuerwehrfahrzeugen. Im Auftrag der Verwaltung kümmerte sich die Agentur Wieseke aus Lahr um die Ausschreibung, die im Europäischen Ausschreibungsblatt TED veröffentlicht wurde.

Für 89 131 Euro ging der Auftrag für das Fahrgestell mit 290 PS an die MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, Umkirch. Der Auftrag für den 218 412 Euro teuren Aufbau ging an die Rosenbauer Deutschland GmbH, Luckenwalde. Zum Aufbau gehören unter anderem ein bis zu 3000 Liter fassender Löschwasserbehälter, ein Lichtmast, eine Sondersignalanlage und Funktechnik. Bei der Funktechnik wird die in etwa drei Jahren kommende Einführung des Digitalfunks berücksichtigt; dann muss lediglich eine Digitalfunksendeeinheit eingebaut werden, was Umbaukosten in Höhe von rund 5000 Euro einsparen wird. Die Qualität des Aufbaus hatten Anfang November Vertreter der Feuerwehr, der Verwaltung und des Gemeinderates bei einer Vergleichsvorführung der Anbieter bewertet. Die feuerwehrtechnische Beladung schließlich, unter anderem Schutzkleidung und -gerät, Rettungs-, Sanitäts- und Wiederbelebungsgerät, wurde für 47 128 Euro an die Wilhelm Barth GmbH & Co KG in Fellbach vergeben.

Zur Finanzierung der 354 672 Euro Gesamtkosten für das LF 10 sind im Badenweiler Haushalt 2019 rund 90 000 Euro und im Haushalt 2020 etwa 266 000 Euro einzustellen. Für die Anschaffung gibt es 92 000 Euro Projektförderung; die Förderung verteilt sich auf die Jahre 2020 mit 72 000 Euro und 2021 mit 20 000 Euro.

Gemeinderat Claus Becker (FWV) sagte, bislang hätte man die Feuerwehrfahrzeuge immer von einem einzigen, anderen Anbieter bezogen. Hierzu sagte Marcel Wellmann von der Agentur Wieseke, die Ausschreibung hätte ergebnisoffen sein müssen, und jede der drei Firmen sei auf einem Aufgabengebiet spezialisiert. Becker fragte auch, warum ein Löschgruppenfahrzeug in bergigem Gelände keinen Allradantrieb habe. Dies, so Wellmann, entspreche so den Vorschlägen der Feuerwehr.