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20. Februar 2010

"Wir haben viel zu bieten"

BZ-INTERVIEW mit Dorothea Diringer und Hanspeter Kössler vom Verein Pro Badenweiler.

  1. Sie engagieren sich bei „Pro Badenweiler“: Dorothea Diringer und Hanspeter Kössler Foto: Sigrid Umiger

BADENWEILER. Viel vorgenommen hat sich in diesem Jahr der Verein Pro Badenweiler. Er stellt sich und seine Leistungen erstmals in einer Broschüre vor und plant zuzüglich der Veranstaltungen, die Badenweiler im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg ausrichtet, mehr Events als in den Vorjahren. BZ-Mitarbeiterin Sigrid Umiger sprach darüber mit der Vorsitzenden Dorothea Diringer und dem Vereinsgeschäftsführer Hanspeter Kössler. Beide sind seit zwei Jahren ehrenamtlich für den Verein aktiv.

BZ: Geht es Pro Badenweiler mit der Broschüre um Mitgliederwerbung?
Dorothea Diringer: Ja. Das ist natürlich ein wichtiger Aspekt, denn eine starke Tourismuszukunft muss gemeinsam angepackt werden. Die Broschüre ist unser Beitrag zum Innenmarketing. Wir stellen unserer Verein vor, seine Aktivitäten und die Ziele. Wir haben die Form der Mitgliedsbeiträge über einheitliche Grundbeiträge vereinfacht und gleichzeitig unsere Leistungen deutlich verbessert. Unsere 90 Mitglieder kommen aus der Hotellerie und dem Einzelhandel, aber auch Handwerker, Ärzte, Winzergenossenschaften und Weingüter sind dabei.

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Hanspeter Kössler: Wir sind heute ein Gewerbeverein und sehen uns als wichtige Säule für die ganze Gemeinde und den Tourismusstandort. Unser Ziel ist die Förderung des Fremdenverkehrs und des Kultur- und Wirtschaftslebens. Das ist doch alles miteinander verzahnt. Ich bin der Ansicht, wir sollten uns sogar noch mehr öffnen, auch für Privatleute. Aber das muss erst diskutiert werden. Der Vorstand ist ein elfköpfiges Team, intern in vier Arbeitsgruppen gegliedert, die sich um Werbung, Events, Kommunikation und "Gast plus" kümmern.

BZ: Was bedeutet denn "Gast plus"?
Kössler: Wir wollen unseren Gästen einen Mehrwert bieten. Das setzt aber voraus, dass wir alle Kritiken und Vorschläge der Gäste ernst nehmen, daraus lernen und überlegen, wie wir noch besser werden können. Zufriedene Gäste sind doch die besten Werbeträger.
BZ: Pro Badenweiler plant dieses Jahr viel mehr Veranstaltungen als sonst. Soll das mehr Feriengäste locken?
Diringer: Nicht nur. Wir setzten ganz bewusst auch verstärkt auf regionale Gäste, also Kunden des Einzelhandels und der Gastronomie. In Badenweiler sollen sich alle wohlfühlen. Wir haben viel zu bieten und wollen das auch zeigen. Unser beiden Mediterranea-Tage Mitte Juli sind sehr beliebt. Ebenso die Nacht der Lichter und der Weihnachtsmarkt im Advent.
Kössler: Das Altbewährte bleibt, aber wir wollen auch Neues. Geplant sind Aktionen an Ostern und an Pfingsten ein Fest mit einem Pfingstochs’ am Spieß auf dem Schlossplatz. Als Höhepunkt sehe ich unseren neuen Sommerevent Mitte Juni. Wir wollen zwei Mittsommernächte feiern mit Konzerten des Markgräfler Synphonieorchesters und jeweils mit einem Feuerwerk zum Abschluss.

BZ: Bei jedem Fest wird gewirtet. Befürchten Sie da nicht, Ihre Mitglieder zu überfordern?
Kössler: Das glaube ich nicht. Wir müssen das aber vorab mit allen besprechen. Und wir werden auch wieder unsere bewährten Vereine miteinbeziehen.
Diringer: Sie haben aber recht, die Herausforderung ist schon sehr groß. Zumal die Hotellerie auch ihren kulinarischen Beitrag bei den Heimattagen leistet. In Badenweiler ist das im Juli "gesund und fit", im September die Eröffnung des Römerwegs und im Oktober "Badenweiler liest". Aber wir sind guten Mutes und bauen auf gemeinsame Stärke.

Autor: umi