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23. Oktober 2009

Zwei neue Betriebe im Dorf eröffnet

Ortsvorsteher Mayer freut sich über Café "Mondweide" in Sehringen und "Echtkalk" in Lipburg

  1. Ortsvorsteher Leonhard Mayer (links) gratuliert Karl Müller-Bussdorf und Britta Klint zur Eröffnung ihres Café-Bistro Mondweide in Sehringen. Foto: sigrid umiger

  2. „Echtkalk-Chef“ Dietmar Hagen Foto: Sigrid Umiger

BADENWEILER-LIPBURG. Gleich zwei neue Firmen haben sich zur Freude von Ortsvorsteher Leonhard Mayer in Lipburg-Sehrigen angesiedelt: Das Café-Bistro Mondweide in Sehringen und die Firma Echtkalk in Lipburg. Obwohl es sich um völlig unterschiedliche Gewerbebetriebe handelt, hätten beide die Geschäftsphilosophie "Natur pur", erklärte der Ortsvorsteher und lobte: "Das passt in unser idyllisches Dorf."

Vor vier Jahren hat Karl Müller-Bussdorf das zweitälteste Haus des Dorfes gekauft, eine ehemalige Hühnerfarm in der Bürgelnstraße in Sehringen. Das Anwesen stammt aus dem Jahr 1786. Karl Müller-Bussdorf hat das desolate Wohnhaus und die Scheune mit rein biologischen Baustoffen liebevoll restauriert, denn es galt, wie er sagt, die Balance zwischen alt und neu in einen harmonischen Einklang zu setzen.

Karl Müller-Bussdorf und seine Partnerin Britta Klint sind sehr kreative Menschen. Er ist Grafiker für Buchdesign, sie arbeitet als Fremdsprachenkorrespondentin und Autorin. Beide entschlossen sich, in ihrer sanierten Scheune das Café-Bistro Mondweide zu eröffnen. Entstanden sind vierzig Plätze vor dem prasselnden Feuer eines offenen Kamins und mit freier Sicht ins Grüne. Genau so viele Plätze gibt es auch auf der Gartenterrasse.

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Und, was für die Sanierung des Hauses galt, gilt auch für Spezialitäten aus der Küche. Von Donnerstag bis Sonntag werden verschiedene Quiches, Tartes, Blechkuchen und Gugelhupf, Raclette, Suppen und Salate kredenzt– alles stammt aus der Region und wird immer frisch zubereitet. Kaffeevarianten, Kräutertees und Bio-Weine gehören dazu und biologischer Honig aus der hauseigenen Imkerei. Bereichert werden die kulinarischen mit kulturellen Genüssen, wie Konzerten und Lesungen.

Ausschließlich mit Zutaten von Mutter Natur arbeitet auch der Stukkateur Dietmar Hagen. Er lebt seit einem Jahr in Lipburg und hat hier seine Firma "Echtkalk" eröffnet. Er fertigt auf Wunsch Innen- und Außenputz auf rein biologischer Basis, macht auch Schimmelsanierungen und bietet Workshops für Bauherren.

Kalk sei neben Lehm das älteste Baumaterial der Welt, sagt Dietmar Hagen. Deshalb arbeitet er nach historischem Vorbild wie vor 2000 Jahren. Den Kalk kauft er in Österreich, den Marmorsand im italienischen Carrara und die natürlichen Pigmente stammen aus der südfranzösischen Provence.

Noch hat der Firmengründer eine Präsentationsfläche in seinem Haus in Lipburg, aber er will sich vergrößern und sucht eine geeignete Halle in der näheren Umgebung.

Autor: Sigrid Umiger