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10. Juli 2012 10:16 Uhr
Drei Fragen an
Bärbel Schäfer: "Jetzt muss Schluss sein mit Kürzungen"
Die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ist 100 Tage im Amt. Ob sie sich in dieser Zeit schon einmal ins Rechtsamt zurückgesehnt hat und welche Erfahrungen sie bislang gemacht hat, verrät sie der BZ.
BZ: Frau Schäfer, haben Sie sich in den vergangenen 100 Tagen schon einmal in die ruhigeren Zeiten im Rechtsamt der Stadt Freiburg zurückgesehnt?
Schäfer: Nein, überhaupt nicht, weil ich absolut zufrieden bin mit dem, was ich jetzt mache. Und so ruhig war es im Rechtsamt auch nicht.
BZ: Worüber haben Sie sich bislang am meisten geärgert?
Schäfer: Geärgert habe ich mich am meisten über die Personalsituation im Regierungspräsidium und darüber, dass ich diesbezüglich relativ wenig Spielraum habe. Das hatte ich mir so nicht vorgestellt, und da müssen wir jetzt rangehen. Die Regierungspräsidien haben sechs Prozent der Stellen im Landeshaushalt, und haben 30 Prozent der Einsparungen erbracht. Das sollte man sich in Stuttgart nochmals vergegenwärtigen. Deshalb müsste jetzt Schluss sein mit weiteren Kürzungen.
BZ: Und was hat Sie am meisten gefreut?
Schäfer: Die positiven Reaktionen, die ich erlebt habe, als ich die Mitarbeiter des Präsidiums in ihren Büros besucht habe. In Freiburg war ich jetzt bei allen, nun sind die Außenstellen an der Reihe. Und außerdem das offene Auf-mich-Zugehen seitens der Bürgermeister hier im Regierungsbezirk. Da hat es keine parteipolitischen Grundsatzdiskussionen gegeben, sondern man ist bereit, an konkreten Projekten zu arbeiten wie etwa an den Verkehrskonzepten für die B 31-West oder die B 3 in Schallstadt. Es hat mich gefreut, dass die Kommunalpolitiker wirklich bereit sind, mit mir zusammen im Interesse der Menschen vor Ort an Verbesserungen zu arbeiten.
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Autor: Wulf Rüskamp



