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21. Oktober 2010
Hobelmaschine für Missionszentrum
Daniel Mattmüller freut sich über Spende aus Deutschland .
BAHLINGEN/BAD LIEBENZELL (BZ). Eine Hobelmaschine für die Schreinerwerkstatt des Chisomo-Zentrums ist nach langer Reise im afrikanischen Malawi angekommen. Die Liebenzeller Mission hatte die mit Spenden finanzierte Maschine im Juli auf die Reise geschickt. Über Belgien und Südafrika kam das Gerät im Oktober nun nach Blantyre in Malawi.
"Wir sind froh und sehr dankbar über die neue Hobelmaschine für unsere Schreinerwerkstatt. Die zwei alten Maschinen haben nach jeweils über zehn Jahren Dienst und vielen Riemenwechseln nun wirklich ausgedient", berichtet Daniel Mattmüller. Er kommt aus Bahlingen, ist als Missionar der Liebenzeller Mission zusammen mit seiner Familie seit 2003 in Malawi und leitet dort das Chisomo-Zentrum.Fiel die Verladung der 280 Kilo schweren Maschine in Deutschland per Gabelstapler leicht, so war in Malawi Handarbeit in gebückter Haltung angesagt. Doch die Anstrengungen haben sich gelohnt. Die Maschine ist viel stärker als die alten, und der Missionar berichtet, dass den Schreinerlehrern das Vorbereiten von Unterrichtsmaterial nun noch mehr Freude mache. Außerdem könnten durch die neue Maschine Reparaturen einfacher durchgeführt und Bestellungen schneller erledigt werden. Die Studenten selbst lernen das komplette Verarbeiten des Holzes ausschließlich von Hand, da sie nach der Rückkehr in ihr Dorf meistens keinen Strom haben und so elektrische Maschinen nicht nutzen können.
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Am Chisomo-Zentrum bekommen die Studenten eine einjährige, doppelte Ausbildung: eine theologische für den Pastorenberuf und eine handwerkliche, damit sie später im Dorf ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. Für viele ist dieses Konzept eine große Chance, da fast alle Studenten aus der ärmeren Bevölkerungsschicht kommen und außerdem für die Ehefrauen ein Lese- und Schreibunterricht angeboten wird. Insgesamt konnten seit 1996 mehr als 200 Personen am Chisomo-Zentrum ausgebildet werden.
Autor: bz
