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30. Juli 2011
Kinder spielerisch ihre Talente entdecken lassen
Bahlinger SC startet mit "Ballschule" nach Freiburger Vorbild eine neue Kooperation mit der Silberbergschule.
BAHLINGEN. Ballsport ist bei weitem nicht nur Fußball. Mit der neu gegründeten BSC-Ballschule für Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis neun Jahren, wagt der stark vom Fußball geprägte Bahlinger Sport Club einen Blick weit über den sportlichen Tellerrand hinaus. Schon beim Schnuppertraning am Dienstag zum Auftakt wurde deutlich: Hier wird auf Vielseitigkeit hohen Wert gelegt.
Ab dem kommenden Schuljahr bietet der Bahlinger SC in Kooperation mit der Silbergbergschule diese "sportliche Früherziehung" an, die den Kindern viele Grundlagenkenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, zu entscheiden, was für eine Ballsportart ihnen gefällt und wo ihr Talent liegt. "Unser Spektrum reicht von vom Handball bis auch zum althergebrachten Völkerball, Basketball, Feldhockey oder Tennis", erzählt Melanie Scheuer. "Wir bemühen uns auch schon in den Bahlinger Kindergärten Webergässle und Mühlenmatten, junge Talente zu finden, und stießen dort auf enormes Interesse", ergänzt sie.
Die erste Ballschule entstand in Heidelberg und wurde ständig weiterentwickelt. Deutschlandweit fand das Projekt große Beachtung und viele Nachahmer. Traditionsclubs wie Werder Bremen oder der SC Freiburg folgten rasch dieser Idee. Vorbild für das BSC-Modell ist die Freiburger Ballschule Schönberg. Der erfolgreiche Tennisclub aus dem Stadtteil St. Georgen hat schon wichtige Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Nicht umsonst zeigte sich auch schon Fußballbundestrainer Joachim Löw bei einem Besuch in der Ballschule Schönberg von der professionellen Arbeit angetan. Spielerisch werden die Kinder mit dem Umgang von Bällen aller Art vertraut gemacht. Koordination, Teamgeist, Taktik sind nur einige Beispiele, die die Kinder während des eineinviertelstündigen Unterrichts erlernen. Übungsleiter ist Phillipp Züfle, Mitglied der ersten Mannschaft des Oberligisten BSC und angehender Sportpädagoge. Sein erfrischender Umgang mit den Kindern ist wohl auch der Grund, weshalb an diesem Nachmittag viele Eltern ihre Kinder in der Ballschule anmelden. An der Universität Freiburg studiert er Sportwissenschaften. Finanziert wird das Projekt teilweise durch öffentliche Fördermittel. Mittelfristig ist es das Ziel des Vereins, die Ballschule durch Sponsorengelder zu finanzieren. Jeweils dienstags ab 15 Uhr finden in der Sporthalle der Silberbergschule für die Kinder in zwei Alterskategorien 75-minütige Trainingseinheiten mit Gruppen von höchstens zwölf Kindern statt. Die Trainingsgebühr beträgt 50 Euro pro Schulhalbjahr. "Einige Plätze sind noch frei" verrät Melanie Scheuer.
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Autor: Dieter Erggelet
