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09. Januar 2010

"Sehr dankbar über ehrenamtliche Helfer"

BZ-INTERVIEW mit Silvia Finkbeiner über ihren Start als neue Leiterin und die Pläne fürs ASB-Pflegeheims in Bahlingen.

  1. Silvia Finkbeiner Foto: Alfred Peter

BAHLINGEN. Seit 1. November 2009 leitet Silvia Finkbeiner das Pflegeheim des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Bahlingen. Die in Riegel wohnende gebürtige Endingerin ist damit Nachfolgerin von Katharina Heitzler. Silvia Finkbeiner ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder und ein kleines Pflegekind. Über ihre Arbeit unterhielt sie sich mit BZ-Mitarbeiter Alfred Peter.

BZ: Frau Finkbeiner, wie wird man Leiterin eines Pflegeheimes?

Finkbeiner: Als meine Kinder zwei und vier Jahre alt waren, begann ich mit meiner Berufsausbildung und legte 1997 das Examen als Altenpflegerin ab. Es folgten ab 2004 an der Caritas-Hochschule Freiburg die Weiterbildung zur Stationsleiterin, 2007 eine Tätigkeit als stellvertretende Pflegedienstleiterin in einem Heim für Demenzkranke sowie 2008 und 2009 an der Caritas-Akademie berufsbegleitend die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung. Als ich erfuhr, dass hier die Stelle der Leiterin frei wird, habe ich mich beworben, denn Bahlingen liegt günstig zu meinem Wohnort Riegel.

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BZ: Was haben Sie hier angetroffen?

Finkbeiner: Ich wurde von der Gemeinde, den Bürgern und den Mitarbeitern ganz offen aufgenommen. Ich bemühe mich stetig um Kontakte zum Dorf, wobei die Heimfürsprecherin Christine Lotis eine wichtige Ansprechpartnerin ist.

BZ: Wie ist die Situation des Heimes?

Finkbeiner: Das Haus hat 32 Pflegeplätze, von denen 28 belegt sind, in allen drei Pflegestufen. Wir haben viele Teilzeitstellen und daher einschließlich des Hausmeisters 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 56 Prozent von ihnen sind examinierte Pflegekräfte. Diese Zahl lässt sich leider nicht erhöhen, weil es derzeit keine examinierten Kräfte gibt. Die Pflege ist daher in einer schwierigen Situation.

BZ: Was kann man dagegen tun?

Finkbeiner: Wir haben zurzeit drei Auszubildende, von denen wir hoffen, dass sie nach dem Examen bei uns bleiben. Sobald jemand die Ausbildung beendet hat, stellen wir eine neue Auszubildende ein, so dass es immer drei sind. Auch haben wir zwei junge Leute, die ein sogenanntes Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Sehr dankbar bin ich über die vier ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Ich hoffe, dass wir noch einige dazu gewinnen können.

BZ: Was haben Sie für Pläne?

Finkbeiner: Das Haus soll offener werden. Es sind für 2010 etliche Veranstaltungen geplant: Osterbrunch, Modeschauen, Sommerfest, Kürbisfest und vielleicht im Hof ein kleines Weihnachtsdorf an einem Adventswochenende. Auch bräuchten wir wieder einen Therapiehund und eine an Menschen gewöhnte Katze.

Autor: pe