Alles, was Fußball spannend macht

Sabine Model

Von Sabine Model

Di, 21. Mai 2013

Ballrechten-Dottingen

Der neue Kunstrasenplatz in Ballrechten-Dottingen ist jetzt auch offiziell eingeweiht.

BALLRECHTEN-DOTTINGEN. Petrus hatte ein Einsehen: Die beiden Eröffnungsspiele auf dem neuen Kunstrasenplatz in der Richard-Löffler-Sportanlage in Ballrechten-Dottingen fanden regenfrei, spannend und vor vollen Rängen statt. Gleichwohl musste der geplante Fallschirmsprung mit dem Einwurf eines von der Ersten Mannschaft signierten Fußballes aus Sicherheitsgründen wegen zu viel Wind abgesagt werden. Seit acht Monaten konnte sich der Sportverein bereits an den neuen Luxus-Platz gewöhnen. Wie motivierend der wirkt, war am Pfingstmontag bei den speziellen Gastmannschaften zu spüren.

Während sich die Zuschauer deutlich dichter drängelten als sonst an den traditionellen Pfingsthocks, waren die Teams von Handicap-United Heitersheim und Caritas-Knipser Freiburg trotz mäßiger Temperaturen heiß auf ihr Spiel. Die Heitersheimer als treueste Fans des SV Ballrechten-Dottingen hatten klaren Heimvorteil, weil sie seit Jahren jede Woche mit Coach Patrick Becker in Ballrechten-Dottingen trainieren. Außerdem hatte ihnen der Vorstand des SV neue Trikots spendiert, die sie offenbar beflügelten. Denn bereits in der vierten Spielminute versenkten sie den ersten Ball im Tor der Gegner. Und nach weiteren zehn Minuten den zweiten. Am Ende gingen sie mit 4:1 Toren als Sieger vom Platz. Zur Belohnung brachte ihnen der verhinderte Fallschirmspringer den Ball zu Fuß.

Diesen Moment nutzte Bürgermeister Bernhard Fehrenbach, um dem SV Ballrechten-Dottingen zu danken für das sportliche Ziel der Eigenleistungen, die finanziell und logistisch dazu beitrugen, binnen kürzester Zeit mit dem neuen Kunstrasenplatz ein Aushängeschild für die Gemeinde zu schaffen. Mit einer Torte, die aussah wie ein Kunstrasen, wollte er dem SV die Mühen versüßen. Doch vor dem Verzehr stand als Höhepunkt des Nachmittags das Spiel zwischen einem Kunstrasenprojekt-Team aus Bauherrn, Gemeinderat, Verwaltung und Planer gegen eine Vereins-Mannschaft aus Mitgliedern der Feuerwehr, der Narrenzunft, des Sportvereins und des Fördervereins an.

Zu sehen war alles, was Fußball spannend macht. Altbürgermeister Bernd Gassenschmidt imponierte mit Dribbelschritten. Andere machten Liegeproben auf dem neuen Belag. Trotz des vollen Einsatzes ging das Kunstrasenprojekt-Team mit 0:1 in die Pause. Dort wurden beide Mannschaften mit Gutedel von Ratskollege Wolfgang Löffler gedopt. Das verhalf dem Spiel zunächst zu einem 2:2. Da einige Herren bereits nach Luft und einer Zigarette lechzten, gab es keine Verlängerung. Beim Elf-Meter-Schießen hatten die Vereinsmitglieder den längeren Atem und gewannen mit 3:2.

Doch es zählte der olympische Gedanke und die Feststellung: Super bespielbar – auch für Ungelenkige. Im Sportheim konnte man eine Platzpatenschaft erwerben oder Bilder von der Bauphase und den Helfern bestaunen. Die Einsatzhelden waren bereits am Abend zuvor mit einem Fest geehrt worden. Für die meisten Helferstunden wurde Armin Keller ein Weg entlang des Rasenplatzes gewidmet.