Baumaßnahmen werden vorgezogen

Jennifer Ruh

Von Jennifer Ruh

Sa, 28. Juli 2018

Ballrechten-Dottingen

Aufgrund verschobener Aufträge sollen in Ballrechten-Dottingen nun andere Arbeiten erledigt werden.

BALLRECHTEN-DOTTINGEN. Der Gemeinderat Ballrechten-Dottingen hat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung die vorgezogene Abarbeitung von Maßnahmen in Höhe von insgesamt 97 000 Euro beschlossen. Die Maßnahmen waren eigentlich, nach der mittelfristigen Finanzplanung, erst für das Haushaltsjahr 2019 vorgesehen.

Im Haushaltsplan für das laufende Jahr sind unter anderem Aufwendungen für die Sanierung des Friedhofes enthalten, allen voran die Erneuerung der Friedhofsmauer und die Pflasterung der Hauptwege. Während die Hecke um den neuen Teil schon ersetzt worden ist, ist für die weiteren Maßnahmen zunächst eine Ausschreibung erforderlich. Nach Mitteilung des beauftragten Planungsbüros, so Bürgermeister Bernhard Fehrenbach, ist wegen der angespannten Auftragslage eine Ausschreibung erst im dritten Quartal 2018 und eine Ausführung erst im zweiten Quartal 2019 möglich: "Damit fallen die geplanten Aufwendungen in Höhe von insgesamt 97 000 Euro im laufenden Haushaltsjahr nicht an."

Daher wolle man, so Fehrenbach, versuchen, an deren Stelle Maßnahmen, die nach der mittelfristigen Finanzplanung erst für das Haushaltsjahr 2019 angedacht sind und vermutlich recht kurzfristig umgesetzt werden können, schon im laufenden Jahr zu verwirklichen. Dazu gehören die Neuversiegelung des Parkettbodens im Erdgeschoss vom Haus der Vereine in Höhe von 5000 Euro, das Anbringen von Jalousien an einer Glasfront des Rathauses in Höhe von 15 000 Euro und die Erneuerung der Schließanlage der Castellberghalle in Höhe von 13 000 Euro.

Weitere Maßnahmen sind ein neuer Holzanstrich an der Dachunterseite der Sonnenbergschule mit 10 000 Euro sowie die Beschaffung eines zusätzlichen Salzstreuers mit 5000 Euro. Außerdem soll die Straßenbeleuchtung an den Unterführungen unter der L125 in Angriff genommen werden. Dafür und für die weitere Umrüstung auf LED-Lampen werden 19 000 Euro veranschlagt.

Einen besonders kostenintensiven Posten in Höhe von 30 000 Euro stellt die Sanierung des Feldweges "Zimmerschleif" in Richtung Heitersheim dar. Hier wird vonseiten der Verwaltung vorgeschlagen, die Erneuerung der maroden Tragdeckschicht gleich bis zum Ende des asphaltierten Weges vorzunehmen. Dies betrifft eine Länge von circa 720 Metern. Das bedeute, so Fehrenbach, dass zusätzlich noch einmal Kosten von 56 000 Euro hinzukommen, also insgesamt 86 000 Euro. Da die Gemeinde allerdings bei den Sanierungsmaßnahmen Bildstöckleweg und Weinbergstraße 9000 Euro einspart und bei der Erschließung des Gewerbegebietes Wettelbrunnerstraße V deutlich geringere Kosten anfallen werden, können die verbleibenden Mehrkosten in Höhe von 47 000 Euro ausgeglichen werden. Eine Kombination dieser drei Maßnahmen mit Gesamtkosten von 122 000 Euro dürfte, so Fehrenbach, das Interesse der Baufirmen an der Abgabe eines Angebots sowie der anschließenden Durchführung noch in diesem Jahr deutlich steigern.

"122 000 Euro für Feldwege ist schon ein riesiger Batzen", fand Gemeinderat Patrick Becker (FWG) und erinnerte daran, dass es auch innerorts Straßen gibt, die massiv sanierungsbedürftig seien. Matthias Seywald (CDU) verdeutlichte, dass die Gemeinde in der Pflicht stehe, Wege zu sanieren, ganz egal, ob sie sich im Ort oder außerhalb befinden würden. Auch Gemeinderat Wolfgang Spranger (CDU) sprach sich für die Durchführung der von der Verwaltung genannten Maßnahmen aus.